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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unsicherheit bei AS Behandlung?



cpbee
21.08.2014, 08:19
Liebes Forum,

ich habe Ende Juli meine AS Stossbehandlung gemacht (Nach Liebig mit Medzinflasche ohne Teller, ev. Erinnert Ihr Euch noch dass da ein Volk komplett kaputt ging (zerfressene Waben) wobei bis heute nicht klar ist was es war). Danach habe ich mit dem Auffüttern begonnen und bis jetzt läuft alles sehr gut.

Jetzt habe ich ein Schreiben von meinem Verein erhalten, dass ich nach dem Fütter mitte August sofort nochmals eine koordinierte Stossbehandlung mittels Schwammtuch machen soll (also vor UND nach Auffüttern).

Mein Milbenfall ist aber rel. tief mit 1-3 Milben/Tag. Ich habe geplant Mitte Sept. (?) Die Langzeitbehandlung zu machen? Ist das falsch? Soll ich nochmals eine Stossbehandlung machen?

Verstehe nicht weshalb ich einfach pro forma eine Stossbehandlung machen soll?

Danke für Eure Hilfe,

Viele Grüsse,
Christian.

Hagen
21.08.2014, 09:37
Hallo Christian,

es ist zwar regional und auch von Volk zu Volk unterschiedlich,
aber allgemein ist in diesem Jahr die Varroa - last sehr hoch.
Darin liegt wohl der Grund der Aufforderung Deines Vereins.
Ich weiß von vielen, die keine kontrollierte Varroabehandlung durchführen,
sondern immer nach "Schema F" vor gehen.
Das geht meistens auch gut, wenn das "Schema F" einiger maßen durchdacht
ist. In besonderen Fällen ist es aber erforderlich, eben besondere Maßnahmen zu ergreifen,
und das ist in diesem Jahr der Fall.
Der Aufruf ist unter diesem Gesichtspunkt durchaus gerechtfertigt,
auch wenn Du diesen nun nicht bräuchtest, weil Du, wie mir scheint, nicht "Schema F"
anwendest.

Ob Du nun Stoßbehandlungen durchführst oder eine Dauerbehandlung ist
grundsätzlich egal; 1 bis 3 Milben pro Tag nach der Sommerbehandlung
ist definitiv noch zu hoch.
Ich bevorzuge bei AS Stoßbehandlungen mittels Schwammtuch.
JE nach Witterung muss Du aber dabei beachten, dass bei kühler
Witterung und feuchter Luft die Wirkung der AS nach lässt. Dies kann bis zu
Wirkungslosigkeit gehen und ist um die 15°C (je nach Luftfeuchte)
unzureichend.
hier wäre ein bedampfen mit Oxalsäure (keine Flüssiganwendung) angebracht.

VG
Hagen

Bienenludwig
21.08.2014, 11:43
Hallo Christian,

die Stoßbehandlung mit AS (60% bis max. 26°C Außentemperatur) ist deswegen sinnvoll, weil
Du den jetzigen Milbenfall (nach 24 Std. gezählt oder geschätzt) ermittelst und Du die weitere
Vorgehensweise einschätzen kannst.
Eine Behandlung ab Mitte September scheint mir nicht mehr ratsam, weil zu dem Zeitpunkt das Gros
der (befallenen oder schon geschädigten) Winterbienen bereits erbrütet ist.
Gruß
Bienenludwig

Beehouser
21.08.2014, 12:10
Hallo Christian,

es ist zwar regional und auch von Volk zu Volk unterschiedlich,
aber allgemein ist in diesem Jahr die Varroa - last sehr hoch.
...
VG
Hagen

Hallo Hagen,
ich finde die Varroalast nicht anders als letztes Jahr.
Allerdings hatten wir ob des schlechten Frühjahrs auch Brutpausen, die vielleicht eine Bremse bei der Milbenentwicklung bewirkt haben.

Offiziell dürfen wir in D nicht mit OS bedampfen, obwohl es einige tun.

Gruss, Christian

cpbee
21.08.2014, 21:54
Danke für Eure Antworten.

Aber soll ich nebst der Stossbehandlung dann noch die 2 Wochen Langzeitbehandlung nach Liebig machen?

Grüsse,
Christian.