Völker einengen

Goldregen

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Hallo zusammen,

wie jeder Jahr um diese Zeit, habe ich mal wieder das Problem, die Völker einzuengen. Meine Völker sind viel zu stark, um sie in eine Zarge zu zwingen.

Da bei mir die Wabenhygiene im Frühjahr nicht klappt, wollte ich eigentlich dieses Jahr einzargig überwintern.
Aber wie "stopft" man dermaßen viel Bienen in eine Zarge?

Der untere Raum ist auf 10 Waben total überfüllt, die Bienen hängen in dichten Trauben unten durch. Der leere Honigraum, der mittlerweile wieder Futter enthält, ist ebenfalls dicht mit Bienen auf allen 10 Waben besetzt. Die Völker haben durchgängig noch 6 Waben beidseitig verdeckelte Brut.
Ich hab nun bei der Hälfte der Völker die Königin in den oberen Raum mit Absperrgitter "gesperrt". Eigentlich wollte ich dann in 4 Wochen den unteren Raum entfernen. Soll ich das Gitter wieder entfernen und doch 2 räumig überwintern? Und dann auf Wabenhygiene im Frühjahr setzen? ( Was eh nicht klappt)

LG Doris
 

Josef Fleischhacker

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Da machst dir unnötige Sorgen Doris, jedes Volk der Welt der Welt hat auf einer 10er Zanderzarge Platz. Gib bitte alle Brutwaben nach unten und inmitten des Brutraumes, den Rest des Raumes füllst mit schönen hellen Waben auf. Bitte dabei aufpassen, diese Leerwaben müssen unbedingt bebrütet sein, unbehütete würden das Volk im Winter teilen.

Hast nun diese Arbeit erledigt so legst über den 1. Raum eine Folie auf, an einem Eckerl wird die Folie etwas umgeschlagen, dies damit die Bienen frequentieren können, als nächstes gibst den ehemaligen Honigraum drauf. Nun hast eine wunderbare Basis geschaffen, im 2. Raum kannst füttern, unterhalb der Folie entmilben wie es eben Deine Art und Gewohnheit ist, aber auch die Bienen haben vorerst ausreichend Platz. Vorerst deswegen, weil diese bis zum Spätherbst und in den Winter hinein durch den natürlichen Abgang sukzessive weniger werden.

Sollte etwas unklar sein bitte nur her bitte damit, ich denke diese Arbeiten sind die wichtigsten Einwinterungsarbeiten, machst hier alles richtig, so hast eine optimale Basis zur Überwinterung geschaffen.

Josef
 

Nils

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Ich hab nun bei der Hälfte der Völker die Königin in den oberen Raum mit Absperrgitter "gesperrt". Eigentlich wollte ich dann in 4 Wochen den unteren Raum entfernen. Soll ich das Gitter wieder entfernen und doch 2 räumig überwintern? Und dann auf Wabenhygiene im Frühjahr setzen? ( Was eh nicht klappt)

Hallo Doris,
nachdem diese oberen (Ex-Honig-)Waben mittlerweile bebrütet sein dürften, wirst du dich schwer tun sie alle wieder nach unten zu hängen, wie Josef vorschlägt.
Ich würde das ASG lassen und in 3-4 Wochen dann die untere Zarge entfernen. Das habe ich schon öfter so gemacht und hat immer gut geklappt. Nur mögen sie manchmal die unbebrüteten Honigwaben nicht so gerne bestifteln, kommt's mir vor.

Mach einfach die Hälfte ohne ASG so wie Josef es gesagt hat, die andere Hälfte mit ASG probierst du einfach mal aus, wie das klappt.
Es ist ein schönes Gefühl, eine komplett leere Zarge unten weg nehmen zu können...

Servus,

Nils
 

Josef Gruber

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Hallo zusammen,

wie jeder Jahr um diese Zeit, habe ich mal wieder das Problem, die Völker einzuengen. Meine Völker sind viel zu stark, um sie in eine Zarge zu zwingen.

LG Doris

Hallo Doris!

Nur ein Vorschlag, denk mal über einen ungeteilten Brutraum (Zadant) nach.
Vieles ist ungewohnt und anders, aber du ersparst den Bienen viel Stress und dir eine Menge an Arbeit.

LG Sepp
 

Josef Fleischhacker

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... nachdem diese oberen (Ex-Honig-)Waben mittlerweile bebrütet sein dürften, wirst du dich schwer tun sie alle wieder nach unten zu hängen, wie Josef vorschlägt.

Ist überhaupt kein Problem und selbst wenn es in Summe, also inkl. der unteren und der oberen Brutwaben 10 wären so kommen alle nach unten, der obere Raum wäre nun folglich ohne jedweder Wabe, somit müssen die Bienen nach unten.

Josef
 

Nils

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Josef,
in solchen Fällen waren es bei mir meist 12 oder mehr bebrütete Waben, da hast dann echt ein Problem :)
 

Josef Fleischhacker

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Auch nicht Nils, in solchen Fällen würde ich alles über 10 Brutwaben entfernen um sie Nachzüglern oder Jungvölkern zuzuteilen.

Aber warten wir doch auf Doris und ihrer Meldung um wie viele Brutwaben es sich hier handelt.

Josef
 

Goldregen

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Es sind so um die 6 Brutwaben, bei einem Volk sogar mehr.
Mein Problem ist aber eher die Wabenhygiene. Alle Brutwaben im unteren Raum sind " Dreckwaben". Schon im Frühjahr hat die Wabenhygiene nicht funktioniert und deshalb habe ich sie auf den Herbst verschoben. Soll ich diese alten und dunklen Waben wieder über den Winter drin lassen? Wollte ich eigentlich nicht.

Wenn ich jetzt die Brutwaben zusammen lasse, dann hab ich vielleicht grad mal 2 oder drei frische Waben im Winter drin.

Versteh einer die Bienen. Letztes Jahr hatte ich ein Absperrgitter an welchem ein Stäbchen verbogen war. Die Königin hatte nichts anderes zu tun, als dieses Loch zu finden und im Honigraum zu stiften.
Jetzt möchte ich, dass die Königin im Honigraum stiftet und sie bleibt brav bei ihren alten dunklen Waben sitzen und stiftet dort weiter.Und dies nicht nur bei einer Königin, sondern bei allen.

Wann wird eigentlich die Bienenmasse deutlich weniger?

LG Doris
 

Josef Fleischhacker

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Ist einfach so Doris, je dunkler die Waben, desto sicherer ist die Überwinterun. Um Aufschreie vorzubeugen, wir reden hier nicht von kranken Völkern und deren kontaminierten Waben.

Diese ja nur wenige Brutwaben gibst nach unten und inmitten der Zarge, den restlichen Raum füllst mit schönen Honigwaben auf, somit hast schon jetzt die optimale Basis für eine erfolgreiche Überwinterung geschaffen.

Den Völkern soll vorerst und bis zum Frühjahr deren Wunsch nach den alten Waben erfüllt werden, ab dem Frühjahr und Beginn der Bauzeit kannst diese bequem loswerden, diese wandern nämlich ausnahmslos über Absperrgitter nach oben. Unten verbleibt lediglich eine möglichst helle Brutwabe und hinzu kommen auf einem Schlag neun Mitteöwände die innert einer Woche ausgebaut werden, somit hast ein traumhaft schönes Brutnest.

Meine Vermutung hat sich bestätigt, nämlich hier handelt es sich um sechs bis maximal acht Brutwaben. Merke: Hat die Kö Zugang zu zwei Bruträumn so wird diese verzettelt, also hier einbisserl was, dort ein bisserl was, usw.

Josef
 
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