Studie "Zukunft Biene"

quikly12

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Privattasche ... Für"wirkliche" Varroatolleranzzucht ist kein Fördergeld da, für so etwas .... Unsummen. Statt dass man das Geld in ein gemeinsames VSH Zuchtprogramm von Buckfast- und Carnicazüchtern steckt ...

Das nächste Projekt hat auch nichts mit Varroatoleranz zu tun. Ich würde es auch begrüßen, wenn in diese Richtung mehr geforscht oder mehr Geld freigegeben wird, da hier Ergebnisse sehr wichtig wären. Doch befürchte ich, solange die ( Steiermark, Kärnten) sich die Köpfe einschlagen und so auffeinander losgehen, würde ich als Forschungsleiter oder als Förderer auch eher die Finger davon lassen. Was sollen sie dabei gewinnen? vielleicht in diesen Irrsinn mit hinein gezogen zu werden? Das landet dannn wieder bei den Gerichten......der hat einen € mehr bekommen obwohl er Ringerln hat, na die Grauen sind bevorzugt geworden .....wir sind sowieso die Besseren und sollten mehr Geld bekommen........Ich höre das schon im Vorhinein, was da herauskommt......und bevor das nicht gelöst ist, befürchte ich, wirds auch ( fast) keine(für mich nachvollziehbar) Gelder geben.Aber sollen sie deßhalb alle Studien unterlassen?
 

WalterRojky

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Hallo Bienenfreunde, liebe Claudia
Beuten isolieren! Wieso sollte eine bessere Isolierung einer Beute einen höheren Wintertotenfall ergeben? Eine bessere Isolierung spart den Bienen allenfalls Futter. Wintertotenfall kann doch nur mit Behandlung, Infektion, Varroa oder Futtermangel entstehen aber nicht durch bessere Isolierung. Hier werden Äpfel mit Birnen und Zwetschgen verglichen.
Einsatz von AS: Langzeitbehandlung ist meiner Meinung nach genauso wirksam wie Kurzzeitbehandlungen. Die Frage ist nur wie oft wurden welche Mengen verwendet. Wenn man nach der Behandlung keine Nachkontrolle macht sind beide Behandlungen zu hinterfragen.
Auch verschiedene Betriebsweisen haben mit der Varroasituation nur bedingt einen Einfluß. Wenn die Bienen mit einer Betriebsweise nicht zurecht kommen würde, würden sie das auf andere Weise zeigen. Wenn man auf eine Verroabelastung nicht entsprechend reagiert äußert sich das mit dem Überleben des Volkes oder eben nicht.
So gibt es einiges zu hinterfragen, jene die diese Untersuchungen machen sind wahrscheinlich froh über eine gut bezahlte Beschäftigung. Ob diese Arbeit Sinn macht oder nicht sieht man erst am Ende eines Projektes, vor allem wenn man die Sachlage als Theoretiker betrachtet. Wir als Praktiker sollten aber dennoch froh sein, um einige sinnvolle Ergebnisse wie die Pestizide und ähnliches bekannt wird.
mfg Walter
 

Josef Fleischhacker

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Beuten isolieren! Wieso sollte eine bessere Isolierung einer Beute einen höheren Wintertotenfall ergeben? Eine bessere Isolierung spart den Bienen allenfalls Futter. Wintertotenfall kann doch nur mit Behandlung, Infektion, Varroa oder Futtermangel entstehen aber nicht durch bessere Isolierung. Hier werden Äpfel mit Birnen und Zwetschgen verglichen.

Top Walter und wer gute Isolierung, eine davon wäre eine 2 cm Weichfaserplatte zwischen zwei Beuten, der sollte diese kurz auseinanderrücken und per Hand die Wärme testen. Man wird staunen wie sehr warm die Seitenwände sind, diese Wärme, die ja von den Bienen erzeugt werden muss, ginge ohne Isolierung restlos verloren.

Auch der lapidare Vergleich Schwamtuch vs Langzeitverdunster hinkt enorm, Details erspare ich mir.

Aber gut, wenn es in der Bienenwirtschaft solche Studien überhaupt gibt und Geld sollte da nicht unbedingt im Vordergrund stehen.

Josef
 

Hannes_btree

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So gibt es einiges zu hinterfragen, jene die diese Untersuchungen machen sind wahrscheinlich froh über eine gut bezahlte Beschäftigung.

Hier wurde Grundlagenforschung gemacht mit vielen versch. Modulen. Solche Untersuchungen sind meiner Meinung sehr wichtig, es ist aber schwer für solche Studien Geld zu bekommen, da, wie anscheinend auch hier im Forum, nur ein praktikables Endergebnisse zählt. Was im großen und ganzen schon der Sinn ist, aber man kann "praktikabel" Endergebnisse nur erhalten, wenn man zuerst Grundlagenforschung betreibt und ob ein Ergebnis nur "Sinn" hat oder nicht, weiß man oft auch erst danach, was ja auch ein Ergebnis ist.

Mir kommt auch vor hier im Forum werden auch nur die statistischen Ergebnisse der Winterverlust Analyse (Modul 1) besprochen und auch hier wird nicht näher auf den Inhalt eingegangen. Beispiel Wärmeisolierung ist in dieser Studie nur 1 Jahr drinnen. Die Studie sagt somit nur aus im Jahr X gab es einen signifikanten Unterschied, was nicht in jedem Jahr gleich sein muss, es wird auch nicht angenommen das nun jeder Imker nicht isolieren soll. Es würde hierfür noch anderen Parameter brauchen, aber man hat mal eine Grundlage für eventuell andere Studien gemacht Bsp. "Es gibt einen Unterschied - Warum ist das so"

Gleiches gilt auch für den Wabentausch im Text wird extra erwähnt:
Bei der Wabenhygiene können wir in zwei von vierWintern Effekte auf den Überwinterungserfolg feststellen. Empfehlungen können daraus allerdingsnicht gezogen werden, da sich in diesen beiden Wintern kein klares Muster erkennen lässt.

Was ich damit sagen will, auch ich habe noch net alles gelesen. Aber bitte nicht nur Statistiken anschauen und darauf irgendwas schließen und bitte auch das gesamte Projekt durchlesen. Dann wird einem auch etwas mehr klar warum es fast 500 Seiten Inhalt hat und es relativieren sich auch etwas die Kosten, in meinen Augen zumindest (alleine Personalkosten sind das aus 4 Jahre nicht viel, wären zB 30 Personen x 20k €). Es wird ja auch hier auf das Viren Modul eingegangen, welches ja auch weiter finanziert wird, wo ja auch einige von uns mitmachen und auch die Pollen etc.
Obwohl ich natürlich noch nie bei so einem Mörder Projekt teilgenommen habe, aber da werden schon einiges an Mitarbeiter, Ressourcen etc. daran beteiligt sein.

Aber gut, wenn es in der Bienenwirtschaft solche Studien überhaupt gibt und Geld sollte da nicht unbedingt im Vordergrund stehen.
Absolut! Wie einige Wissen befinde ich mich gerade off-Season Imkern in Neuseeland bis ins Frühjahr und hier haben die Imker anscheinend fast überhaupt keine Lobby und es wird noch weniger in Forschung gesteckt, da bin ich schon froh in Österreich zu sein und wenigsten etwas passiert und man versucht "vorwärts" zu kommen bzw. mehr Informationen zu sammeln.

Ich glaube Claudia hier macht es richtig, die Studie soll zum Denken anregen. Warum gewisse Dinge so sind und geben einen auch gute Grunddaten auf denen man aufbauen kann und nicht einfach nur "Weil bei mir in der Praxis hat das schon immer funktioniert, machst du das auch so etc.".

Cheers
Hannes
 

apis sylvatica

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Keine eindeutigen Ergebnisse ist ein sehr schönes Ergebnis, auf dem man bestens aufbauen kann. Das mindert den Wert der Arbeit auf gar keinen Fall.

Die Kosten halte ich für sehr niedrig. Schon alleine die Laborstunden inklusive Material und Personal könnten höher sein. Da arbeiten Leute aus Überzeugung, nicht weil sie sonst nix zu tun haben oder froh sein müssen, von irgendwem Geld ergattert zu haben! Da sitzen einige ganz sicher 60+ Stunden in der Woche um dieses und nebenbei andere Projekte zu verwirklichen. So läuft das nun mal.

Man setze die Kosten des Projekts in Relation zu den jährlichen Winterverlusten (Völker, verlorene RZK, deswegen anfallende Arbeiten, entgangener Honig, ...), dann erkennt man leicht, dass es hier lächerlich ist, über Geld zu reden.

In vielen Bereichen wird sich doch noch herausstellen, dass weder der eine Imker noch der andere Imker die bessere Methode hat, sondern dass derjenige erfolgreich ist, der seine Methode besser und gewissenhafter anwendet, und/oder die Zeichen der Bienen besser deuten kann. Das wird sogar dadurch bestätigt, dass jahrelange Erfahrung einen Unterschied zu machen scheint. Sehr schön.
 

Sturmimker

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