Standort wechseln

Beehouser

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Hallo,

möchte das Thema zu einer neuen Frage wieder aufwärmen.

Habe eine Beute an einem zugigen Standort am Hauseck stehen. Das ist genau die Südostecke an der der Nordwestwind im Winter um die Ecke pfeift.

Frage: Wie kann ich diese Beute etwa 6m in Richtung Ost verstellen, damit die Beute aus dem Wind kommt?

Wäre es möglich, bspw. jeden Tag 30cm zu rutschen, damit die Flugmädels jeden Tag mitlernen? Dann hätte ich den Kasten in 20 Tagen drüben und gut iss'.

Oder ist die einzige Chance, für drei Wochen aus dem Flugkreis zu stellen?

Gruss, Christian
 

Spessartbiene

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Wäre es möglich, bspw. jeden Tag 30cm zu rutschen, damit die Flugmädels jeden Tag mitlernen? Dann hätte ich den Kasten in 20 Tagen drüben und gut iss'.

Oder ist die einzige Chance, für drei Wochen aus dem Flugkreis zu stellen?

Moin Christian,

ist meiner Meinung nach möglich, aber doch arg aufwändig.

Gruß,
Hermann
 

fix

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Ich verrutsche im Bienenhaus jedes Jahr im Herbst mehrere Völker bis zu 4 Meter seitlich, jedoch nur 10 - 15 cm pro Tag, bisher mit bestem Erfolg, kein Verflug feststellbar, das Flugloch ist 8 cm breit, ich mache das immer Abends, also nicht am Tag während sie fliegen. Sie fliegen dann am anderen Tag genauso als ob sich nichts verändert hätte.

Ich denke 30 cm müsste auch noch im Toleranzbereich sein, ich habe es aber noch nicht probiert.
 

Beehouser

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Hallo,

habe mir überlegt, dass dieses Verschieben zu aufwändig ist.

Ich hätte einen guten sonnigen Standort etwa 1km nördlich hinter einem Wald. Ist das zu nah? Kommen noch zu viele zurück?
Da stehen von mir schon vier Völker.
Ein anderer Standort wäre neben meinem Bienenhaus, aber da pfeift der Ostwind im Winter etwas gach.
Leider ist das Bienenhaus voll belegt.



Bitte Euch um Eure Erfahrung.

Gruss, Christian
 

Chrigel

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In diesem Herbst verpasst du nicht mehr viel - also warte ab, bis es frostig wird und verschiebe dann dein Volk an den neuen Standort. Es schadet den Bienen nicht, wenn du sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt transportierst. Sie werden sich nach der Störung schnell wieder beruhigen.

Mein Hauptstand steht ab Mitte Oktober bereits ab Mittag im Schatten - meine Jungvöker dagegen geniessen bis tief in den November die milde Herbstsonne und tragen oft bis zu diesem Zeitpunkt noch Pollen ein. Ich verschiebe sie erst nach der Ankündigung von einer längeren Frostperiode. Die Distanz liegt unter einem Kilometer.

Christian
 

Beehouser

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In diesem Herbst verpasst du nicht mehr viel - also warte ab, bis es frostig wird und verschiebe dann dein Volk an den neuen Standort. Es schadet den Bienen nicht, wenn du sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt transportierst. Sie werden sich nach der Störung schnell wieder beruhigen.

Mein Hauptstand steht ab Mitte Oktober bereits ab Mittag im Schatten - meine Jungvöker dagegen geniessen bis tief in den November die milde Herbstsonne und tragen oft bis zu diesem Zeitpunkt noch Pollen ein. Ich verschiebe sie erst nach der Ankündigung von einer längeren Frostperiode. Die Distanz liegt unter einem Kilometer.

Christian

Dank für den Tip!
 

honeyworld

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Mit Erfolg möchte ich euch hier von einer Umstellung berichten.
Die Anforderung war:
Es wurde ein Flugdach für die Beuten errichtet.
2 Beuten standen etwa 3 Meter entfernt.

Lösung:
Am Nachmittag die Beuten einfach umstellen und ein paar Zweige vor das Flugloch legen.
Am alten Standort habe ich eine helle Platte für ein paar Tage hingelegt.

Problemlos sind die Damen, nach ein paar aufregenden Stunden, an den neuen Standort heimgekehrt.

Der Tip kahm ursprünglich von Chrigel.
Er hat einfach immer super Ideen. Danke!

honeyworld_Bienenstand.JPG
 
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primlchen

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Das sieht toll aus! :n122:

lg Marion
 

Josef Fleischhacker

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Auch wenn alles schon gesagt wurde, hier mein Wissensstand:

Du kannst die Bienen rutschen in cm Schritten, macht aber Mühe. Du kannst die Bienen im Winter umstellen, wenn es kalt ist, sehr sanft transportieren.

Du kannst auch, wenn gar nix anderes geht, und Du im Sommer verstellen musst, folgendes machen: Bienenbeute auf den Schubkarren, kräftig durchrotteln und den Eingang mit großen deutlichen Ästen versperren, oder einer Distel oder ähnlichem.

Das würde ich aber nur in einer totalen Notsituation machen; bei mir hat es geklappt als wir letztes Jahr hier das Hochwasser hatten und meine Beuten, die am Bach standen um 1 Minute ertrunken wären. Ich hab sie aus den Wassermassen gezerrt und dabei mehr unbeabsichtigt als beabsichtigt massiv gerottelt, denn es musste sehr sehr schnell gehen. Die ausgeflogenene Flugbienen, die unterwegs waren, sind allerdings an den Ort zurückgekehrt, diese habe ich abends eingesammelt und wieder zurückgegeben. Es waren aber sehr wenige; die meisten haben das Notquartier sehr schnell gefunden. ( Einmal ums Haus rum).

LG


Kathrin
 
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