Restentmilbung im Winter

Salsa

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Zum Futterkranzprobe (zur Faulbrutuntersuchung) ziehen, alle Völker geöffnet und gleich geschaut, wie's mit der Volksstärke und Brut und Futter aussieht.
Hallo Wald&Wiese,

die Entnahme der Futterkranzproben waren vor der Wärmeperiode, die nach einer langen Schlechtwetterperiode auftauchte. Ich habe erwähnt, dass vor dem warmen Wetter auch bei mir einige Völker das Brutgeschäft ganz gestoppt haben, aber bei der folgenden Wärme wieder in Brut gegangen sind. Es war also nur eine kleine Brutpause.

Ich habe dir irgendwo schon mal geschrieben, dass ich wetten würde, dass deine Völker bei den warmen Wetter wieder in die Brut gegangen sind und ob du das überprüfen könntest, aber ich denke du hast meinen Beitrag übersehen oder keine Lust gehabt, die Völker nochmal zu stören :)

Selbst die Bienen von Chrigel, die aufgrund der hohen Lage (und vielleicht der Rasse) im Vergleich zu meinen Bienen ziemlich früh aus der Brut gehen, haben Ende Oktober noch gebrütet.


Ich frage mich ernsthaft, in welch klimatisch begünstigten Regionen ihr eure Bienen stehen habt, dass sie jetzt (Mitte Dezember!) noch Brut pflegen.
Oder: Welche Bienenherkünfte pflegt ihr?

Ich habe standbegatte Carnicas und Buckfast am gleichen Stand und bin mit deren Herkunft sehr zufrieden. Sie sind vital, sanft und gesund und haben mir in diesem komischen Jahr 80 kg Honig pro Volk durchschnittlich ohne Wanderung, ohne Raps, und ohne Drohnenschneiden beschert. Das sie solange brüten finde ich normal. Was sollen vernünftige Bienen dann bei reichem Pollenangebot und bei über 20 Tagen (Ende Oktober Anfang November) Flugwetter und mehreren Temperaturen bis 22° sonst machen? Zum Kuscheln in der Wintertraube wäre es eindeutig zu warm gewesen!

Aber mich würde sehr interessieren, ob das "normal" ist für unsere Gegend. Man erhält jedoch keine vernünftigen Aussagen von den Imkern hier. Entweder sie schauen nicht, oder sie haben keine Windel drinnen, oder sie behaupten ihre Völker sind brutfrei obwohl sie es nicht wissen etc. pp.
Es ist ein Kreuz...
So ging es mir immer, bis ich dann wirklich in ein paar Völker rein geschaut habe. Das mache ich jetzt nicht mehr, da ich auf der Windel viel lesen kann. Aber am Anfang wollte ich wissen, ob die Windel und meine Beobachtung der Wahrheit entsprechen. Mittlerweile glaube ich meiner Windel mehr als die Aussagen vieler Imker, deren Aussagen nicht mit ernsthaften Kontrollen beweisen können ;)
Was ich damit sagen soll, zweifle nicht an die Herkunft deiner Bienen wegen der vorhandener Brut, das ist nicht das A und O, was eine Bienenherkunft ausmacht. Wie gut die Herkunft deiner Bienen ist, kannst du anhand des gesamten Bilds von Gesundheit, Ertrag, Überlebensrate etc. feststellen.

Lg Salsa
 

Alpenimker

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Vorgestern haben meine Lieblingstochter und ich unsere 25 Völker restentmilbt und zwar mit Bienenwohl, das auf etwa 30 Grad aufgewärmt wurde. Die Idee mit der Oxalsäureverdampfung habe ich wieder verworfen.

Bis Dezember zu warten hat sich bisher immer bewährt.
Leider haben wir schon wieder einen Ausfall von 4 Völkern zu verzeichnen. 2 wo alle Bienen tot am Boden lagen- und 2 mit Futterabriss. So verbleiben noch 21.

Die mit Abstand stärksten Völker waren die Buckfastvölker und ich bin guter Dinge, dass sie bequem durch den Winter kommen. Es gab auch keinen Buckfastausfall.

Es war so, wie einige Fachleute hier erwähnten. Die Völker, bei denen ich die Folie vergessen hatte, haben zwar die Futterzarge verkittet, aber das Wachs und Propolis war so spröde, dass es absolut kein Problem darstellte, die Futterzarge abzutrennen. Das konnte man ganz einfach mit dem Stockmeissel machen, wenn auch natürlich sehr vorsichtig.

Zum wiederholten Male werde ich wohl meine Strategie künftig ändern. Obwohl es viel Arbeit ist, habe ich einfach die besten Erfahrungen damit gemacht, alle Völker nach dem Abschleudern auf Mittelwände zu setzen.

Es ist ein Traum zu beobachten wie wunderbar die Waben ausgebaut werden, wie flott alles Futter angenommen wird und dass die meisten Waben nach drei Tagen bestiftet sind.

Diese Völker sind nicht nur wunderbar anzusehen, sie wintern auch mit Abstand am stärksten aus und die Behandlung gegen die unsägliche Varroa ist sehr einfach durchzuführen.

Trotzdem wir jetzt das siebte Jahr infolge verzeichnen, wo die Honigergebnisse immer noch schlechter wurden, gehe ich positiv gestimmt ins Jahr 2014.
 

Salsa

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Hallo Freunde,

heute früh bei -3° habe ich meine letzte Schulaufgabe für dieses Jahr gemacht und restentmilbt.
Die letzten Jahre haben meine Damen gut vorgetäuscht :). Völker die in zwei Wochen eine oder gar keine Milbe runter fallen ließen, haben nach der Behandlung trotzdem ab 80 Milben verloren. Dieses Jahr versuchen meine Damen auch geringen Milbenbefall vorzutäuschen, die meisten haben keine Milben in den letzten Tagen verloren, den Rest eine einzige und ein "Ausreißer" hat 4.

Das Wetter war perfekt, -3° und Sonnenschein ohne Wind. Bei der ganzen Aktion ist eine einzige Biene geflogen, sonst haben sie eng gekuschelt und ich konnte in aller Ruhe in die Gassen leuchten und träufeln.

Ich habe festgestellt, dass die Windel getäuscht haben. Es sind mehr Gassen mit lebendigen Bienen besetzt, als Müllstreifen auf der Windel deutlich zu erkennen lassen! Die Randgassen scheinen zu wenig Müll zu produzieren!

Positiv überrascht war ich von der Völkergröße. Mein schwächtestes Volk besetzt 6 Gassen, eins besetzt 7, drei besetzen 8 und zwei besetzen 9 UND eins besetzt immer noch 11 Gassen, wobei die elfte Gasse nur wenig besetzt ist, aber immerhin 10 Gassen. Das habe ich nicht erwartet.

Ich hatte Sorgen wegen der Volksstärken, da ich meine Völker Mitte Juli auf Anfangsstreifen abgekehrt habe und im Herbst hängten die Völker nicht durch wie in den letzten Jahren zum gleichen Zeitraum, aber wahrscheinlich waren einige Waben nicht fertig ausgebaut und dort hat sich die Traube versteckt, sodass ich sie durch das Flugloch nicht sehen konnte.

Meine Ableger sehen auch alle gut aus. Der Ableger mit Vergiftungsverdacht wegen erhöhtes Totenfall und starkes Abflugs bei Kälte sitzt immer hin auf 5 Gassen und heute war er ganz ruhig bei der Kälte :) Ich bin optimistisch, dass er es schaffen wird.

Der Winter ist gerade begonnen, aber ich kann nun ruhig weinachteln. Ein tolles Gefühl, was ich die letzten Jahre leider nicht hatte, denn ich wusste, dass ich einiges falsch gemacht habe. Diese Jahr ist mir mindestens keine Schuld bewusst, und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...

Ich habe gerade Eier gesucht und tatsächlich zwei gefunden
Heute habe ich auch bei zwei Völkern Eier gefunden. Ist also höchste Zeit zur Restentmilbung. Urspünglich habe ich sie am 16.12. geplant.

LG Salsa
 

Nils

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Hallo zusammen,

gestern fand ich bei einem Volk auch ein Ei auf der Windel - die fangen jetzt tatsächlich wieder an zu brüten? Oder haben sie nie aufgehört?

Jedenfalls habe ich mich heute nicht mehr halten können und angefangen die letzten Bedampfungen vorzunehmen. Nur 6 Völker schaffte ich bis der Nebel wieder herankroch und die Temperatur mit sich runter zog. Bei ca. 4 Grad bedampfen ist nicht schön weil mir die Bienen so derbarmen. Aber beim beträufeln wäre es auch nicht leichter, im Gegenteil. Also Oxamat drauf gesetzt und Dampf gegeben.

12 Völker folgen morgen noch, hoffentlich scheint morgen auch wieder die Sonne wenigstens zeitweise. Brutfrei werden sie wohl nicht ganz sein, das Gemüll hat immer noch einige dunkle Krümmel. Auch wenn es schon sehr deutlich weniger geworden ist. Aber zum geplanten Termin kann ich beruflich nicht weg. Ich wollte frühestens ab Mittwoch, da gehts nicht, ab Donnerstag wirds wieder kälter. Und bei null Grad bedampfen mag ich nicht...

Überrascht war ich von den nassen Folien bei zwei Völkern. Waschelnass, wie man hierzulande sagt. Ich denke da war es höchste Zeit da schon wieder offene Brut in Arbeit ist? Die Milben lauern bestimmt schon darauf in die Zellen zu schlüpfen! Ich bin gespannt, wieviele abfallen werden...


@Salsa
waren deine Bienen brutfrei - wenn ja, wie hast du das festgestellt?

Servus,

Nils
 

Nils

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Ist es nicht fies, wenn man ihnen mitten im Winter einfach die Decke (Folie) wegzieht?
Wie beurteilt man so ein Volk? Die Unterträger waren nicht besetzt (durchs Flugloch geschaut keine Bienen zu sehen; 6-7 Gassen von oben).
IMG_7028-kl.JPG

Die Windel ist nicht ganz dicht...
Schob sich eine Wolke vor die Sonne, war vom Dampf überhaupt nichts zu sehen.
IMG_7033-kl.JPG
 

Harzer

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1 Grad und mieses Wetter.....ich habe heute behandelt

Alle Völker sind OK , jetzt kann es Frühjahr werden:toothy8:
 

Josef Fleischhacker

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Wie beurteilt man so ein Volk?

Grandios Nils, mir bleib soeben die Luft weg! :SM_1_11:

Ein wunderbarer Bienensitz, dieser befindet sich völlig korrekt inmitten der Zarge, das Nest ist geschlossen, die Überbauten gewährleisten ein sicheres übersteigen der Wintertraube, sieben Wabengassen und offensichtlich ein sehr starkes Volk, für mich das schönste Foto des bisherigen Winters.

Josef
 

Salsa

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Hallo,

schöne Bilder Nils, war wohl benelig bei euch ;)
@Salsa
waren deine Bienen brutfrei - wenn ja, wie hast du das festgestellt?
Die Windel zeigt noch auslaufende Brut, aber meine Hoffnung ist, dass heute die letzte Brut schlüpft, da genau vor 3 Wochen die erste richtige Frost kam. Ich werde die Windel weiter in Auge behalten, hoffentlich fällt bald kein dunkles Wachs mehr runter.

Meine Gedanken waren folgendes:

a) Wenn meine Völker wegen des Temperaturverlaufs in der letzten Zeit überhaupt brutfrei werden, dann in der Zeit von 03. bis zum 16.12.:
Temperaturrueckblick.gif
b) Am 10.12. war es bei uns wieder 9° und die ersten Eier waren auf der Windel zu sehen. Bis die Zellen mit den ersten Eiern als Versteck für die Varroa dienen können, dauert es bis zum 17.12.
c) So wäre der bester Zeitpunkt für den KO-Schlag am 16.12. Aber da ich denke, die geträufelte Säure braucht ein bis zwei Tage bis sie sich durch Futteraustausch in die ganze Traube verteilt, habe ich gestern am 14.12 geträufelt und hoffe morgen auf Brutfreiheit und durchsäuerte Traube :)

Bei ca. 4 Grad bedampfen ist nicht schön weil mir die Bienen so derbarmen. Aber beim beträufeln wäre es auch nicht leichter
Meine Meinung dazu:
Die Aktion finde ich wirklich nicht schlimm, wenn die Bienen ruhig bleiben. Meine Deckel schließen nicht überall dicht an und in der Beute herrschen außerhalb der Traube kaum Unterschied zu Außentemtparaturen. Das zeigen viele Temperaturmessungen in den Beuten z.B. bei der Online Zarge.

Selbst wenn einige Bienen am Rand der Traube frieren würden, tauen sie später auf und der Anschluss an der Traube geht nicht verloren. Sorgen mache ich mir eher bei Bienen, die die Traube verlassen und irgendwo in den Gassen oder schlimmer noch außerhalb der Beute klamm werden. Die haben keine Möglichkeit mehr, den Anschluss an die Traube zu finden und verenden mit großer Sicherheit.
Deswegen ist es mir sehr wichtig, dass die Bienen bei der Aktion ruhig bleiben und die Traube nicht verlassen. Um das zu erreichen bevorzuge ich tiefe Temperaturen um den 0°, da sitzen die Bienen eng in der Traube und bleiben ruhig.
Bei über 5° denken viele, dass es bienenfreundlicher ist, aber dabei verlassen mehr Bienen die Traube, was meiner Meinung nach für sie tödlich endet. Manche geben noch Rauch dazu und müssen Schleier anziehen etc. das finde ich kontraproduktiv. Den Bienen ist wahrscheinlich 5° oder -5° Außentemperatur in der Traube kein großer Unterschied, aber wenn die Traube unruhig wird und viele Bienen die Traube verlassen, dann haben mindestens die aufgeregte und weggelaufene bzw. abfliegende Bienen schlechte Karten zu überleben.

Das ist nur meine Vermutung und ich wollte es äußern, da ich oft höre, dass einige das Verdampfen dem Beträufeln nur vorziehen, weil sie die menschliche Vorstellung von Nasswerden auf Bienen übertragen, was ich wegen das oben erwähnte nicht so sehe. Verdampfen kann bienenfreundlicher sein, weil die OxS nicht so wie beim Beträufeln aufgenommen wird, aber die Störung an sich bei der Behandlung ist mMn ähnlich. Wenn Wärme beim Verdampfen die Traube auflockert und einige Bienen unruhig bleiben, dann kann das Verdampfen sogar störender sein als das Beträufeln. Bei kalten Temperatzuren sollte Träufeln besser wirken.

Ich hoffe, ihr könnt verstehen, was ich habe versucht zu erklären? :(, sonst fragt noch mal :)

LG Salsa
 

Salsa

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

die Überbauten gewährleisten ein sicheres übersteigen der Wintertraube
Übersteigen!, ich dachte das war ein Einzarger! Mir gefallen diese Überbauten nicht! stimmst der Beinenabstand zwischen Deckel und Oberträger? Bei meinen Dadantkisten gibt's kaum Überbau, aber ich verwende keine Folie mehr.
 

Nils

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Hallo Salsa,

danke, ein toller Beitrag!
Deine Überlegungen zur Brutfreiheit haben Hand und Fuß und ich kann sie gut nachvollziehen.
Auch bei mir war die Behandlung evtl. einige Tage zu früh, aber das "verlorene Ei" von Volk 8 hat mich beunruhigt und ich hätte erst am Freitag behandeln können (viel Arbeit in der Arbeit). Daher zog ich es jetzt vor. Ich hoffe es war kein Fehler.

Auch was du mit dem "aus der Traube gehen" meinst ist klar verständlich. Tatsächlich habe ich heute bei einem Volk bemerkt, daß wohl in einer Randgasse nur tote Bienen an der Wabe hängen. Sie scheinen den Wärme-Anschluß nicht mehr gefunden zu haben. Es dürften gut 50 Bienen gewesen sein.
Dabei kam mir dann auch der Gedanke, was eigentlich passiert wenn die Bienen jetzt durch das Bedampfen aufgeregt herumrennen...

Die gestern Bedampfen zeigten auf der Windel daß sie im ganzen Stock unterwegs waren. Sie haben dann vom hinteren Bereich gleich einiges entdeckelt und wohl umgetragen. Ich hoffe, die Traube hat sich überall wieder vollzählig versammelt. Wahrscheinlich träume ich heute Nacht von zerissenen Trauben etc. :-(

Aufgeflogen ist heute nur eine einzige Biene, die konnte ich fangen und sie ist im Flugloch wieder verschwunden. Aber das Gesumme nach der Bedampfung ist deutlich lauter als vorher, nach 1-2 Stunden ist es wieder "normal".
Hast du beim Träufeln mal Vergleiche bzgl. des Gesumme gemacht?

Träufeln geht schon deutlich schneller als bedampfen, da hast du schon recht. Mir gefällt das Verfahren aber nicht so gut, weil man da ein Volk killen kann wenn man's falsch macht. Darum liebe ich die Bedampferei: da kann ich höchstens mich selber killen, aber nicht die Bienen!

Ja, stimmt, das Foto ist ein Einzarger. Warum gefallen die die Überbauten nicht?
Ich fördere sie im Herbst extra, in dem ich über der Folie den Deckel umdrehe, so daß ein Hohlraum entsteht. So können sie dicke Überbauten erstellen in dem sie die Folie hochschieben. Im Winter ist der Deckel daher immer "verkehrt" rum und wird dann später im Herbst mit Zeitungspapier gefüllt.

Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.

Servus,

Nils
 

Josef Fleischhacker

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Übersteigen!, ich dachte das war ein Einzarger!

Gerade da sind diese Wachsbrücken wichtig, bei zwei Räumen können die Bienen zwischen den Zargen nämlich ganz automatisch wechseln.

Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.

Auch ich, ab dem Zeitpunkts des einfüttern werden diese auch nicht mehr entfernt.

Josef
 

Salsa

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Tatsächlich habe ich heute bei einem Volk bemerkt, daß wohl in einer Randgasse nur tote Bienen an der Wabe hängen. Sie scheinen den Wärme-Anschluß nicht mehr gefunden zu haben. Es dürften gut 50 Bienen gewesen sein.
Das habe ich oft bemerkt, als ich noch Folien über die Völker hatte, da könnten die Bienen nicht über den Oberträgern rüber und müssen um die großen Waben zum Rest der Traube krabbeln, was sie oft nicht schafften, wenn die zu wenig sind.
Ich liebe den Überbau, weil ich mir einbilde sie können so die Gassen leichter wechseln.
Okay nun verstehe ich es. Du meinst der Überbau drückt die Folie hoch und hat mehrere Eingänge, wodurch die Bienen zu anderen Gassen durchkommen?
Bei mir ist zwischen Deckel und Oberträgern den Bienenstand vorhanden und ohne Überbau können die Bienen an jeder Stelle über die OT zu der nächsten Gasse wandern, wenn die Randgasse zu wenig besetzt ist und dort zu kalt wird. Deswegen gefällt mir der Überbau nicht, weil er diese Möglichkeit begrenzt, aber bei dir mit Folie ermöglicht der Überbau erst die Durchgänge über die OT. Ohne Überbau mit zwei Holzleisten wäre vielleicht nicht verkehrt, aber probiere es ohne Folie, du wirst das nicht bedauern!
Hast du beim Träufeln mal Vergleiche bzgl. des Gesumme gemacht?
Ja nachdem Beträufeln werden einige Völker lauter, das konnte ich hören. Ist aber normal und kommt erst vor, nachdem ich alles wieder zugemacht habe.
Mir gefällt das Verfahren aber nicht so gut, weil man da ein Volk killen kann wenn man's falsch macht. Darum liebe ich die Bedampferei: da kann ich höchstens mich selber killen, aber nicht die Bienen!
Wie kommst du drauf? Wenn du die richtige Konzentration nimmst 3,5er OxS kannst du kaum was falsches machsen, was zu viel ist rasselt runter, denke ich! Nur am Anfang habe ich genau gemessen, wieviel ich schon rein geträufelt habe, damit ich ein Bisschen gefühl dazu bekomme. Nun träufele ich einfach zweimal in jede besetzte Gasse und fertig, da kann ein Volk 30 ml bekommen während das andere 40 ml bekommt, ist egal, hauptsache ich beträufele die ganze Oberfläche der Traube von oben und wie gesagt, wenn ich zu viel gebe, fließt das durch, da die Traube gut isoliert, wie ein Schwarm, wenn man mit Wasser besprüht, da rollen die Wassertröpfchen am Rand runter.

Ja, stimmt, das Foto ist ein Einzarger. Warum gefallen die die Überbauten nicht?
Ich fördere sie im Herbst extra, in dem ich über der Folie den Deckel umdrehe, so daß ein Hohlraum entsteht. So können sie dicke Überbauten erstellen in dem sie die Folie hochschieben. Im Winter ist der Deckel daher immer "verkehrt" rum und wird dann später im Herbst mit Zeitungspapier gefüllt.

siehe oben, vielleicht eine holzleiste zwischen Folie und OT und du sparst dir die ganze Arbeit. Im Sommer ist es eh egal, nur bei der letzten Durchsicht, Überbau weg und Leisten rein, da hast du alles und spät im Jahr wird kein Überbau mehr errerichtet.

LG Salsa
 

Salsa

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

ab dem Zeitpunkts des einfüttern werden diese auch nicht mehr entfernt.
darf ich dir auch empfehlen, ohne Folie aber mit gewähleisteten Bienenabstand auszuprobieren, da sparst du dir das ständige entfernen von Überbau und die Bienen haben mehr Ruhe und mehr Möglichkeiten zum Übersteigen der Oberträger :)
 

Josef Fleischhacker

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

... und die Bienen haben mehr Ruhe

Eben nicht geschätzter Salman, die Bienen würden nämlich Rähmchen mit Deckel verbinden, somit würde jeder Eingriff bei einem ab- bzw. wegbrechen des Deckels zu einer ganz besonderen Unruhe führen.

Josef
 

Salsa

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AW: Restentmilbung, warum die Eile

Eben nicht geschätzter Salman, die Bienen würden nämlich Rähmchen mit Deckel verbinden, somit würde jeder Eingriff bei einem ab- bzw. wegbrechen des Deckels zu einer ganz besonderen Unruhe führen.
Einspruch Euer Ehren, das passiert wenn der Bienenstand zwischen Deckel und Oberträger nicht stimmt. Denkst du im Ernst, dass ich und die meisten Dadantler, die keine Folie nehmen, ständig am Kratzen des Überbau arbeiten! Schade, dass ich kein Foto von der gestrigen Behandlung gabe! Die Oberträger sind ohne Folie so sauber wie nie mit Folie! Da ist einfach kein Überbau drauf und das auf die gesammten Oberträger! Glaub es mir bitte, da wird der Deckel nicht verbaut auch im Sommer nicht! Ganz selten muss ich kleine Brücken zum Deckel entfernen, aber wirklich selten und viel weniger als mit Folie, die ständig hoch gedrückt wird, um den Überbau zu ermöglichen!

Ich wiederhole mich jetzt zum gefühlten 100 Mal, probiert es einmal ohne Folie aber mit Bienenstand dazwischen und kontrolliert mal, wo ihr mehr Überbau abkrazen müsst!
Ich habe ja zuerst mit Folie geimkert und weiß daher wovon ich spreche, ist also nicht nur theoretisches oder nur gelesenes Wissen! Das gute Nebeneffekt ist ja auch, dass keine Randwaben mehr verschimmeln, wenn man mehr Futterwaben drin hat, als das Volk kontrollieren kann. Bei mir z.B 12 Waben und die Völker sitzen seitlich, trotzdem sind die Randwaben noch nicht verschimmelt. Mit Folie sind die RAndwaben bei kleineren Völkern schnell verschimmelt.
 

lupi

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Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?
 

Hannes

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Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?

Wie gehts den Südtirolern mit der Restentmilbung bzw. Behandlungsmittel??

LG übern Berg
Hannes
 

Salsa

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Was verwendest du denn dann auf deinen Beuten? Wie sieht der Aufbau aus?
hier sind meine Beuten bei Weber beschrieben. unter Punkt 6 ist der Innendeckel beschrieben. Der Innendeckel hat unten einen Rahmen und steht damit etwa 8 mm über den Oberträger, dadurch wird nichts verbaut. Nur wenn die Oberträger in der Mitte sich nach unten biegen oder der Deckel sich verzieht, dann entsteht Wildbau darunter, da der Bienenstnad nicht mehr gilt.
 

Nils

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Hallo Salsa,

hast du "mit ohne Folie" dann keine nassen Deckel?
Klingt interessant und ich werds mal probieren, aber erst im Sommer :)

Wenn du dann z.B. zur Winterbehandlung den Deckel abnimmst, hängen sie dann nicht teilweise am Deckel?



Okay nun verstehe ich es. Du meinst der Überbau drückt die Folie hoch und hat mehrere Eingänge, wodurch die Bienen zu anderen Gassen durchkommen?
Ganz genau so ist es. Folgendes Foto verdeutlicht es noch mehr. Manchmal übertreiben sie es, so daß ich den Oxamat gar nicht mehr aufsetzen kann wegen des Überbaus.

attachment.php


Ja nachdem Beträufeln werden einige Völker lauter, das konnte ich hören. Ist aber normal und kommt erst vor, nachdem ich alles wieder zugemacht habe.
Hast du eine Ahnung wie lange sie dann ungefähr lauter sind? Beim Bedampfen sind sie nach 1 Stunde wieder deutlich leiser, nach 2-3 merkt man fast nichts mehr.


Wie erwartet ging mir heute Nacht ständig das Bild von Bienen durch den Kopf, die wegen meiner Bedampfung von der Traube abgerissen sind...
Beim o.g. Volk, bei dem ich in einer Gasse ca. 50 tote Bienen hängen sah, ist es tatsächlich so daß hier im vorderen Teil der Rähmchen kein Überbau ist. Die Zeitung über der Folie drückt die Folie direkt auf die OT. Erst im hinteren Teil ab der Mitte haben sie Überbau gemacht und ich hatte gedacht daß dies ausreicht. Da die Randgassen aber nicht bis so weit nach hinten besetzt sind, hilft ihnen das wohl nichts :(

Nun frage ich mich ob ich dieses Volk noch einmal stören soll um eine Holzleiste aufzulegen, wie du oben geschrieben hast. Womit schade ich dem Volk mehr: den Winter über ohne Überbau und ohne Möglichkeit die OT zu überqueren, oder jetzt noch einmal aufmachen (z.B. heute hats voraussichtlich 7 Grad) um eine Holzleiste aufzulegen?!? Ich könnte Mittag mal kurz von der Arbeit weg...

Servus,

Nils
 

lupi

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Wie gehts den Südtirolern mit der Restentmilbung bzw. Behandlungsmittel??

LG übern Berg
Hannes


Hallo, Restentmilbung mit Os steht diese Woche an, ich hab keine Eile, dazu ist das Wetter auch nicht optimal, da ziemlich warm, Mittags immer um die 10 bis 12 Grad und leichter Flug zum Wasser holen. Ansonsten gibt es offiziell nichts neues. Persönlich bin ich froh dass ich keine As mehr verwende. Blutentnahme und Os reicht aus und hat auch Vorteile.
 
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