Rähmchen selbst gemacht, Teil I Holz und Teil II zusammenbau

Josef Fleischhacker

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Diese typische Winterarbeit macht den Bastlern unter den Imkern nicht nur großen Spaß, sondern erspart auch noch zusätzlich eine Menge Geld. Jährlich benötige ich etwa. 500 – 600 neue Rähmchen, diese würden im Handel den beachtlichen Preis von € 600-- kosten. Selbstgemacht kostet das Material maximal € 60,-- also in etwa 10% des Betrages für die käufliche Ware.

Nicht nur dieser relativ günstige Preis ist für mich ausschlaggebend für das selbst anfertigen neuer Rähmchen, sondern auch die Haltbarkeit der gekauften lässt eigentlich stets zu wünschen übrig. Der Grund dafür ist, dass die gekauften lediglich mit 3cm Klammern zusammen getakert werden, wohingegen bei mir 35er Nägel zum Einsatz kommen. Bei meinen Dickwaben ist dieses nageln ein ganz erheblicher Vorteil. Beim Holz an sich bin ich nicht wählerisch, Fichte oder Kiefer genügt vollkommen.

Das zur Herstellung notwendige Holz kaufe ich ganz einfach beim nächsten Sägewerk in der Stärke von 22 mm, selbstverständlich roh, also nicht gehobelt. Die Bienen tun sich nämlich mit rauhen Holz wesentlich leichter als mit glatten bzw. gehobelten Rähmchen. 22 mm deshalb, weil wir zum entdeckeln der vollen Honigwaben elektrische Messer verwenden, welche bei 25 mm Rähmchen nicht eingesetzt werden könnten. Die dicke der einzelnen Teile schneide ich stets mit 10 mm zu.

Auf noch etwas relativ wichtiges möchte ich hier noch etwas näher eingehen: merkwürdigerweise haben die gekauften Rähmchen eine sehr starke Rähmchenoberleiste, diese enorme Stärke ist absolut entbehrlich bzw. nicht notwendig. Ich möchte sogar behaupten, dass dieser Unsinn eher sogar schlecht für das Volk ist. Folgende Gründe möchte ich dafür vorbringen: die Selbstanfertigung wird damit erheblich verkompliziert, ist also vermutlich von der Industrie durchaus gewollt, weiters gehen dadurch sehr viele Zellen und somit Bienen und Honig verloren, auch der umstieg im Winter von einem Magazin zum anderen, kann mitunter für ein Volk fatal enden. Offenbar ist schönstes und teuerstes Lindenholz lediglich fürs Auge passend, aber sicher nicht für unsere Bienen.


LG Josef

Im II. Teil befassen wir uns mit dem Zusammenbau der einzelnen Rähmchenteile
 

Der Bienen-Much

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Im II. Teil befassen wir uns mit dem Zusammenbau der einzelnen Rähmchenteile

Sicherlich nicht aktuell. Aber der 2. Teil würde mich interessieren.

Beste Grüße

Dieter
 

Josef Fleischhacker

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Der Bienen-Much schrieb:
Im II. Teil befassen wir uns mit dem Zusammenbau der einzelnen Rähmchenteile

Sicherlich nicht aktuell. Aber der 2. Teil würde mich interessieren.

Pardon bitte Dieter, hier hat die Zeit ihren Tribut gefordert, aber bereits in den nächsten Tagen werde ich versäumtes nachholen, OK. Selbstverständlich werden die einzelnen Arbeitsabschnitte mit Fotos dokumentiert.

Du wirst echt staunen, wie einfach Rähmchen anzufertigen sind.

LG Josef
 

Josef Fleischhacker

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Rähmchen selbst gemacht, Teil II -Zusammenbau

Nun geht es an das zuschneiden der einzelnen Teile. Um möglichst wenig Verschnitt zu haben, schneide ich natürlich zuerst die längsten Teile zu, dies sind die Oberträger. Hierzu zerschneide ich die Bretter in 45 cm Teile. Genauso verfahre ich mit den Unterleisten, diese werden stets in 42,5 cm Länge zugeschnitten. Als letztes schneide ich nun 23 cm lange Stücke herunter, hier natürlich doppelt so viele als Träger- bzw. Unterleisten, diese werden in der Folge die Seitenteile der Rähmchen.

Wenn nun die Bretter auf die von uns benötigten Teile zugeschnitten sind, werden diese der Länge nach in 1cm breite Streifen geschnitten. Diese 1cm sind eigentlich neben der enormen finanziellen Ersparnis der wichtigste Grund, warum ich meine Rähmchen selbst anfertige. Bei mir gibt es keine Oberträger mit 16cm oder Unterleisten mit 8cm, sondern einheitlich alles mit 1cm. Der zweit wichtigste Grund ist das verformen der Rähmchen beim drahten. Die 8mm Unterleisten der im Handel erhältlichen Rähmchen verformen sich nämlich beim drahten enorm, natürlich kein Wunder, denn hier fehlen ja immerhin 20% Verwindungsstabilität in Relation zu meinen Rähmchen.

Soderle, wenn nun alle diese Teile zugeschnitten sind, geht’s an die Montage bzw. an nageln der Rähmchen. Hierzu verwende ich seit vielen Jahrzehnten ein selbst gefertigtes Rähmchennagelbrett. In dieses werden nun die einzelnen Teile eingelegt, mit dem Querbalken verspannt und mit 35er Nägel die Rähmchen zusammen genagelt. Oben werden zwecks höherer Tragkraft -Dickwaben- zwei Stück reingeschlagen, unten genügt lediglich ein einzelner Nagel.

Nun werden die Rähmchen aus dem Nagelbrett genommen und je sechs 2,5mm starke Löcher an der Träger- und Unterleiste 2,5mm gebohrt. Achtung, diese Bohrlöcher niemals genau vertikal bohren, sondern stets etwas verschränkt, dies verhindert nämlich ein abrutschen der vollen Honigwaben. Als letztes werden nun die 13mm Abstandhalter befestigt und fertig ist unser Rähmchen.

Zum Zeitaufwand: die einzelnen Teile schneide ich mit der Kreissäge locker an einem Nachmittag zusammen, nageln und bohren geht ebenfalls sehr rasch. Diese arbeiten werden stets nach den Hl. Drei Königen begonnen und bereiten bereits echt Vorfreude auf die sehr bald beginnende Bauzeit. Übrigens, in unserem Betrieb werden niemals Rähmchen nach dem ausschmelzen im Sonnenwachsschmelzer neuerlich verwendet. Dieses an sich fette Holz wird natürlich gesammelt und zum anheizen unseres Kachelofens verwendet. So macht eben alles Sinn.

Falls noch Fragen auftauchen oder etwas nicht ausführlich geschildert wurde, bitte fleißig in die Tasten klopfen, gerne stehe ich zur Verfügung.

LG Josef


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Der Bienen-Much

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Josef, ich bin begeistert! Dankeschön für die ausführliche Beschreibung. Ich werde die ganze Geschichte im kommenden Bienenjahr nach deiner Anleitung nachbauen. Auch die 10 mm Holzbreite werde ich beherzigen.

Beste Grüße

Dieter
 

stixy

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Hallo Drohne!

Auf der ewigen Suche nach den besten Materialien für meinen Start ist mir ein Gedanke gekomen. Was hältst Du von diesen Tilly Vollholz-Möbelplatten (Tilly wahrscheinlich teuer, aber davon gibt es in den Baumärkten auch schon Billiglinien).
Ich weiss zwar nicht ob es diese auch in 22mm oder 25mm Stärke gibt, aber ich denk mir die Platten mit einer Kreis- oder Bandsäge in 10mm Streifen zu schneiden und dann zu Rähmchen zusammezunageln müsst doch funktionieren.

Andere Frage noch: Ich hab mich diese Woche mit einem Tischler unterhalten. Er meinte Lindenholz splittert nicht so leicht wie Fichte.

lg
und wenn wir uns nicht mehr hören einen guten Rutsch
stixy
 

Josef Fleischhacker

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@ Stixy

gute Fragen wofür ich mich gleich bedanken möchte! :n107:

Zitat Stixy

Was hältst Du von diesen Tilly Vollholz-Möbelplatten

Diese sehr schönen Platten habe ich erst unlängst beim Hornbach besichtigt, sind echt schön, aber doch sehr teuer. Wenn man gleich mehrere hundert Rähmchen auf einem Schlag benötigt, geht dies doch enorm ins Geld.

Als negativ möchte ich auch noch das glatte Holz -gehobelt- bezeichnen, Bienen haben Sägerauhes Holz bedeutend lieber.

Besser, bedeutend billiger und wesentlich einfacher zu bekommen ist Sägerauhes 3/4 oder noch besser 7/8 zölliges Bauholz in Fichte. Dieses Material kostet echt einen Klacks. Also am besten ins nächste Sägewerk oder Zimmerei marschieren und möglichst Astfreie Bretter aussuchen. Uns Imkern erlauben die das natürlich sehr gerne. ;-)

Zitat Stixy

Andere Frage noch: Ich hab mich diese Woche mit einem Tischler unterhalten. Er meinte Lindenholz splittert nicht so leicht wie Fichte.

Schon richtig, dieses Holz splittert nahezu nie, ist aber sehr sehr teuer und überaus schwer zu bekommen. Persönlich mag ich den gaaanz feinen Lindenstaub überhaupt nicht, der brennt mir in den Augen und juckt und kratzt am ganzen Körper. Mein Urteil also: obwohl dieses Holz natürlich sehr schön ist, ist es für uns Imker absolut entbehrlich.



Zitat Stixy

und wenn wir uns nicht mehr hören einen guten Rutsch

Wünsche ich gleichfalls und vor allem viel Freude mit der geplanten Imkerei.

Liebe Grüße

Josef
 

stixy

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Ja, super. Hab Deinen Vorschlag heute in die Tat umgesetzt. Ich war bei dem Tischler mit einem banalen sägerauhen Holzbrett (Fichte). Wir haben dieses dann in nullkommanix in Leisten verwandet.
Er hat mir zum probieren aus einem "Brennholzscheit" aus Espe (hoffentlich ist das richtig geschrieben) wegen des gerigeren Gewichtes und der besseren Härte Leisten zusammengehobelt und geschnitten. Auch toll.

Noch eine Frage: ich hatte in der Imkerschule "Rähmchenholz" gekauft. Wieso sind diese 26mm breit? In Deiner Beschreibung ist die Rede von nur 22mm Breite. Komischerweise ist die Nagelvorrichtung von IBZ auch nur 22mm oder 23mm hoch.

lg Christof
 

Josef Fleischhacker

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Freut mich wirklich Christof und Du wirst sehen, Rähmchen selbstgemacht, bringt nicht Freude und ein kleines Erfolgserlebnis, sondern spart auch noch zusätzlich eine Menge Kohle.

stixy schrieb:
Noch eine Frage: ich hatte in der Imkerschule "Rähmchenholz" gekauft. Wieso sind diese 26mm breit? In Deiner Beschreibung ist die Rede von nur 22mm Breite. Komischerweise ist die Nagelvorrichtung von IBZ auch nur 22mm oder 23mm hoch.

Bravo Christof, hast gut aufgepasst und ordentlich gelesen. :D

Zu den von mir verwendeten 22mm Rähmchen: unsere Bienen sind hier gezwungen einen Zellenüberbau, also breiter als besagte 22mm zu bauen. Genau dies ist von mir erwünscht, denn somit kann ich beim entdeckeln ein langes E-Messer zum Einsatz bringen und ganz leicht den Überbau dem Holz entlang abschneiden. Entdeckeln mit einer großen Wanne, wo an einem Balken ein Dorn angebracht ist, geht somit sehr flott und vor allem ganz einfach.

Vorteile 22er gegenüber 25er Rähmchen: das dünnere Holz ist bedeutend billiger im Einkauf, geht wesentlich besser zu bearbeiten und ist erheblich leichter, entdeckeln macht Freude und ist nahezu Kinderleicht. Ach ja, noch etwas wichtiges, infolge des Überbaus, sieht man die Weiselzellen beim revidieren sehr schön. ;-)

LG Josef
 

Hephaistos

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Hallo!

Ein weiterer Nachteil von Linde ist, dass der bei der Verarbeitung entstehende Staub lt. Grenzwerteverordnung krebserregend ist:
Grenzwerteverordnung 2006 schrieb:
Hartholzstäube gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit
begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Nachzulesen hier
Die Liste der Harthölzer befindet sich auf der letzten Seite.

Gruß,
Hary (SVP)
 
S

Supernova

Guest
Hephaistos schrieb:
Hallo!

Ein weiterer Nachteil von Linde ist, dass der bei der Verarbeitung entstehende Staub lt. Grenzwerteverordnung krebserregend ist:
Grenzwerteverordnung 2006 schrieb:
Hartholzstäube gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit
begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Nachzulesen hier
Die Liste der Harthölzer befindet sich auf der letzten Seite.

Gruß,
Hary (SVP)
Linde ist kein Hartholz, ganz bestimmt nicht!

@Josef
WIe lange hast gesagt brauchst bist deine 600 Rahmerl zsam gnagelt hast?
 

Patrick

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Josef wie schaffst du es bei deiner Völkerzahl so wenige Rähmchen zu verbrauchen??? Ich benötige auch etwa 500 jährlich!!!
glg
 

Josef Fleischhacker

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Supernova schrieb:
@Josef
WIe lange hast gesagt brauchst bist deine 600 Rahmerl zsam gnagelt hast?

Geschnitten waren sie innerhalb weniger Stunden, genagelt wurden jeweils zu 100 und gedrahtet jeweils 50 pro Tag. Für mich ist Zeit kein Faktor die nach Euronen bewertet wird, sondern nach vollbrachter Leistung.

Wenn ich vorhin von der Vergangenheit sprach, nun folgendes: Mittlerweile wird aber nicht mehr genagelt, sondern getakert. Diese Arbeit machen aber schon unsere jungen Leute, ich springe dort ein wo Not am Personal ist.

@ Patrick

seit unsere jungen Leute immer mehr das Kommando übernehmen, kann ich bedeutend leiser treten. So betreue ich nur noch die Bienen im Bienengarten und Heimstand, alles andere wie Wandern, Honigstandln betreuen ect. ist schon längst delegiert. Meine Prioritäten sind mittlerweile Bienen- und Hausgarten betreuen, einmäischen, destillieren, Kinderbuch schreiben, Forum usw. Bin mittlerweile jeseits 59 und arbeite seit meinen 14. Lebensjahr, dies sollte eigentlich genug sein, würde ich ganz bescheiden meinen.

Josef
 

Hephaistos

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Hallo nochmal!

Supernova schrieb:
Linde ist kein Hartholz, ganz bestimmt nicht!

Mir ist ja egal wie du das auslegst, Fakt ist, dass Lindenstäube laut Grenzwerteverordnung (auch in der neuen Version) als eindeutig krebserregend eingestuft sind!

Gruß,
Hary
 

Josef Fleischhacker

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drohne schrieb:
Supernova schrieb:
@Josef
WIe lange hast gesagt brauchst bist deine 600 Rahmerl zsam gnagelt hast?

Geschnitten waren sie innerhalb weniger Stunden, genagelt wurden jeweils zu 100 und gedrahtet jeweils 50 pro Tag. Für mich ist Zeit kein Faktor die nach Euronen bewertet wird, sondern nach vollbrachter Leistung.

Wenn ich vorhin von der Vergangenheit sprach, nun folgendes: Mittlerweile wird aber nicht mehr genagelt, sondern getakert. Diese Arbeit machen aber schon unsere jungen Leute, ich springe dort ein wo Not am Personal ist.

@ Patrick

seit unsere jungen Leute immer mehr das Kommando übernehmen, kann ich bedeutend leiser treten. So betreue ich nur noch die Bienen im Bienengarten und Heimstand, alles andere wie Wandern, Honigstandln betreuen ect. ist schon längst delegiert. Meine Prioritäten sind mittlerweile Bienen- und Hausgarten betreuen, einmäischen, destillieren, Kinderbuch schreiben, Forum usw. Bin mittlerweile jeseits 59 und arbeite seit meinen 14. Lebensjahr, 45 arbeitsreiche Jahre sollten eigentlich genug sein, würde ich ganz bescheiden meinen.

Josef
 
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Supernova

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drohne schrieb:
Geschnitten waren sie innerhalb weniger Stunden, genagelt wurden jeweils zu 100 und gedrahtet jeweils 50 pro Tag. Für mich ist Zeit kein Faktor die nach Euronen bewertet wird, sondern nach vollbrachter Leistung.
Josef

Ich weiss net Josef, sonst bist sooo sparsam. Rechne doch noamal. Ich kum auf 20 Arbeitstage, nehmen wir mal 8 Stunden pro Tag an, dann sinds 160 Stunden Arbeit. Wenn ich dir einen Hungerlohn von 7€ verrechne sinds immer noch 1120€ + 60€ Holz + Nebenmaterial 50€ = 1230€ !! Also die Rahmerl würd ich mit vergolden lassen ...
Fertig gedrahtet gekauft 600€, ein Monat Arbeit gespart wost du dei Weisel verwöhnen kannst Superl

I woas scho, umstimmen ko ma di sowieso net, aber vielleicht a guats Beispü für die anderen, die no net pensionieren :n99:
 

lupi

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Hallo Josef,

bin auch am herumtüfteln wegen Rähmchen, du schreibst deine werden jetzt getackert! Mit Klammern oder Nägel? Wie lang?
Ich hab die Angewohnheit beim Abräumen der Völker immer zwei bis drei mal auf das in der linken Hand gehaltene Rähmchen zu klopfen und somit den Großteil der Bienen abzustoßen, halten dies deine Rähmchen aus? Verwende die Rähmchen vom Massivholz-Tischler, die halten das locker aus...
 

Patrick

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Supernova schrieb:
Ich weiss net Josef, sonst bist sooo sparsam. Rechne doch noamal. Ich kum auf 20 Arbeitstage, nehmen wir mal 8 Stunden pro Tag an, dann sinds 160 Stunden Arbeit. Wenn ich dir einen Hungerlohn von 7€ verrechne sinds immer noch 1120€ + 60€ Holz + Nebenmaterial 50€ = 1230€ !! Also die Rahmerl würd ich mit vergolden lassen ...
Fertig gedrahtet gekauft 600€, ein Monat Arbeit gespart wost du dei Weisel verwöhnen kannst Superl

I woas scho, umstimmen ko ma di sowieso net, aber vielleicht a guats Beispü für die anderen, die no net pensionieren :n99:

Das letze Wort ist der Schlüssel zur Lösung: pensionieren: Rechne die Arbeitszeit weg, davon hat Josef scheinbar, trotz Forum und Bienengarten und Destilieren und Einmaischen und Heimbienenstand und Betreuung und Beratung und und noch immer ausreichend, also ist Zeit zwar beschränkt aber immerhin Gratis...
Ich tendiere auch wieder zum selberbauen: Ich benötige etwa 500 jedes Jahr, weil ich Völker verkaufe und da die Rähmchen weg sind, und noch habe ich ein wenig Zeit, zum neben dem Fernseher drahten zb...
 

Mindelsee

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Hallo Drohne,

ein Großimker nagelt von Hand? Das wurde bei uns nach Überschreiten der 10-Volk-Schallgrenze bereits wegrationalisiert. Genagelt wird per Druckluft. Alleine schon weil die Nägel dann billiger sind :)
Übrigens zu den Klammern: Da gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede! Nicht nur Klammerlänge auch Drahtstärke und insbesondere Material. Gute Klammern mit 30-35 mm Länge können durchaus auch Nagelstärke haben.

Wir klammern seit Jahren erfolgreich bei modifiziertem Oberträger (doppelte Stärke) und zwar senkrecht und horizontal (durch das Seitenteil waagrecht in den Oberträger).

Wir nageln die meisten Rähmchen mit dünnem Oberträger nach dem gleichen Prinzip. Nägel kann man noch ohne große Ausbrüche fast waagrecht durch das Seitenteil in den Oberträger schießen, bei Klammern gibt es häufig Ausbrüche an der Innenseite des Seitenteils.

Natürlich werden alle Verbindungen auch mit einem D4-Leim verbunden.

Viele Grüße vom sonnigen Mindelsee

Michael
 

Josef Fleischhacker

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@ Supernova

Das heißt ja nicht, dass ich einen ganzen Tag benötige um 100 Rähmchen zu nageln, oder einen Tag um 50 zu drahten, sondern ich fertige diese Menge pro Tag an. Dies geht so nebenbei zwischen andern Arbeiten. Zeitmäßig würde ich meinen, 3 Stunden um zu schneiden, 6 Stunden zum nageln und höchstens weite 6 Stunden zum nageln und Abstandshalter anbringen. Also 3 +6 +6 = 15, selbst wenn ich 7,-- als Stundenlohn hernehmen würde, wären dies 105,-- plus Holz 60,-- somit 165.- Dagobert Duck könnte also seinen Berg um 465 Euromünzen erhöhen.

Zitat Mindelsee

ein Großimker nagelt von Hand? Das wurde bei uns nach Überschreiten der 10-Volk-Schallgrenze bereits wegrationalisiert. Genagelt wird per Druckluft. Alleine schon weil die Nägel dann billiger sind

Eine Nagelmaschine kostet, eine Druckluftmaschine koste ebenfalls ein schöne Stange Geld, dazu kommen Energie und Klammerkosten. Für diese Geräte hätte ich in meinem Haus keine weitere Verwendung, würde also Platz benötigen und Kapital würde unnötig herumstehen. 35er Nägel kosten beim Multikauf Holzmann in Wien lediglich wenige Euronen.

Ich bleibe dabei, soviel als möglich selbermachen, so wenig als möglich dafür ausgeben.

Josef
 
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