Puderzucker-Methode, wie geht dies?

Josef Fleischhacker

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Mit der Puderzucker-Methode hab ich mich noch nie beschäftigt, aufgrund dieses Therad´s

https://www.bienenforum.com/core/sh...ichtige-Schritte-richtung-Behandlungsfreiheit

ist dies offenbar Grundvoraussetzung,somit werde ich mich ebenfalls damit beschäftigen. Darf ich fragen

* wie dies geht

* welche Utensilien werden benötigt

* Puder- oder besser Staubzucker

* und alles was hierzu noch so alles notwendig ist.

Danke der Mühe

Josef
 

Josef Fleischhacker

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Danke, und wurde als meine heutige Bettlektüre auch schon ausgedruckt.

Josef
 

Chrigel

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Das sind meine Gerätschaften, die ich für die Befallsermittlung brauche:
Kessel und Sieb.jpg
Waage:Schüttelbecher.jpg
Schüttelbecher.jpg

Chrigel
 

Josef Fleischhacker

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Einen konischen Kunststoffbecher zur Aufnahme der Bienen hab ich seit Heute bereits zur Hand, die Waage und kleinen weißen Kübel sowieso, somit fehlt mir nur noch der siebende Rüttelbecher. Da sah ich kürzlich bei Metro einen möglicherweise brauchbaren Bechersieb mit Henkel, finde ich dies noch so hab ich ebenfalls alles parat.

Josef
 

Dommy

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Da sah ich kürzlich bei Metro einen möglicherweise brauchbaren Bechersieb mit Henkel, finde ich dies noch so hab ich ebenfalls alles parat.

Guten Abend Josef,

ich würde vorschlagen, du holst dir in der Apotheke deines Vertrauens einen Urinbecher. Der sollte genau die richtige Größe und einen fest schließenden Deckel haben.

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht dir der
DOMMY
 

Josef Fleischhacker

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... ich würde vorschlagen, du holst dir in der Apotheke deines Vertrauens einen Urinbecher. Der sollte genau die richtige Größe und einen fest schließenden Deckel haben.

Schon, wäre zweifellos optimal, nur wie sieht dies aus??? Bedenke bitte, wir haben doch zahlreiche Events und da werden unter anderem natürlich auch die Methoden der Milbenbekämpfung vorgezeigt, zeige ich da den Urinbecher vor so würde dies nicht sonderlich gut aussehen.

Josef
 

Josef Fleischhacker

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Danke Dommy, ich wollte dies schon bestellen inkl. dem Buch "Wildbienen, die anderen Bienen" und hab auch schon das Bestellformular ausgefüllt, als mir die Versandkosten in der Höhe von € 19,99 angezeigt wurden hab ich dies doch besser abgebrochen.

Eventuell findet sich auch in Österreich solch ein Set, wenn ja, so bitte ich um Mitteilung.

Josef
 

Chrigel

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Man kann diesen Rüttelbecher auch aus einer Kartonröhre wie sie für Pläne und Papierrollen gebraucht werden selber herstellen.
IMG_1264.jpg
Chrigel
 

Hoffmann Michi

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Hallo Josef,

Urin-Becher habe ich genügend da. Mit Schraubdeckel oder Schnappdeckel. Jaja Aquarianer haben sowas für Korallen statt Tüten und können immer wieder verwendet werden. Sag bescheid.
 

Josef Fleischhacker

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Danke, aber pressiert ja noch nicht Michi, so wie ich dies verstanden hab geht dies ja erst ab dem 2. Raum um von hier Bienen aus der oberen Randwabe zu prüfen. Aber wenn´s soweit ist, so melde ich mich gerne.

Josef
 

stylex

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Hallo Josef,
Ich krame aus aktuellem Anlass mal diesen älteren Faden hervor.
Ich habe dieses Jahr bei allen Völkern die Puderzucker-Methode zur Varroa-Diagnose eingesetzt, weil die Windel-Diagnose bei mir aus verschiedenen Gründen nicht gut funktioniert.
Einiges kann hier schief gehen:
Die ersten drei vier Völker habe ich die Bienen zu stark geschüttelt, ein Bild des Jammers bot sich beim Ausschütten.
Dann schüttelte ich weniger stark, so dass man beim Schütteln außer durch Schwerkraft keine Beschleunigung der Bienen im Becher hat. Das funktionierte gut, alle Bienen überleben.
Mit Gießkanne goss ich Wasser auf den ins Sieb gefallenen ausgeschüttelten Puderzucker, so kann man die Milben sofort sehen und muss nicht groß suchen.
Den Puderzucker habe ich vor Gebrauch fein gesiebt, sonst funktioniert es nicht.
Ein Fallstrick ist, dass beim Abschütteln der erforderlichen Test-Bienen auf die Folie bei Volltracht leicht frisch eingelagerte Nektarspritzer fallen. Dann werden die Bienen feucht und alles verklebt.
Und es müssen genug Bienen auf der ersten Wabe neben dem Brutnest sitzen, und das Wetter muss trocken sein.
Soweit, so gut, habe alles gemacht und notiert.
Dieses Jahr betreute ich zwei Jungimker (noch "jünger" als ich ;-)), und machte es genauso. Ende September fielen bei den beiden Völkern vier fünf Varroa-Milben, bei 300 Bienen 1-2% Befall, laut Matrix war keine unmittelbare Behandlung erforderlich.
Als Kontrolle legten wir jetzt Anfang Oktober drei Tage ein weißes Tuch unten auf das Gitter. Zum Entsetzen fielen pro Tag 11 und 15 Milben, jetzt im Oktober wo man nix vernünftiges mehr machen kann.
Finde den Fehler.
Nicht stark genug geschüttelt?
Puderzucker war nicht fein genug?
Ich bin sehr skeptisch, ob die beiden Völker jetzt den Winter überstehen.
Was gelernt?
Als Kontrolle des Puderzucker-Ergebnisses sollte man anfangs mit 3 Tage Windel kontrollieren, ob das Ergebnis passt.
Dabei darauf achten, dass die Milben auch auf die Windel fallen können und nicht auf dem Gitterboden hängen bleiben usw.
Nächstes Jahr schaue ich mir das nochmal an, vielleicht hilft der Beitrag ja weiter.
Schöne Grüße - Matthias
 

stylex

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Finde den Fehler.
Nicht stark genug geschüttelt?
Puderzucker war nicht fein genug?
Mir fällt beim Schreiben gerad noch ein: Man soll ja die erste brutfreie Wabe für die Puderzucker-Testmethode nehmen. Das Brutnest ist am Ende der "Brutkugel" sehr überschaubar, oft gerade mal ein zwei Eurostück groß. Vielleicht sollte man in diesem Fall diese Wabe als Testwabe nehmen und das bisschen Brut ignorieren, wegen der Ammenbienen-Flugbienen-Sonstige-Bienen-Verteilung scheint mir das im Nachhinein angebracht und bringt womöglich bessere Ergebnisse, als wenn man die dann folgende komplett brutfreie Wabe nimmt. Die Milben sitzen ja hauptsächlich auf den Ammenbienen.... Schöne Grüße - Matthias
 

Josef Gruber

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Hallo Matthias!

Ich hab mit der Puderzuckermethode ähnliche Erfahrungen gemacht und hab mehr Vertrauen in die Bodeneinlage.
Diese sind von der Honigernte bis nach der Restentmilbung aktiv. Danach kommt ein Wärmebrett rein.

Heuer hab ich mir einen CO2 Tester zugelegt die Bienen verkleben weniger
und das Ergebnis hat einen Bezug zum natürlichen Abfall.
07.10.png
Die CO2 Patronen reichen leider nur für ein paar Völker.
Fürs nächste Jahr werd ich mir eine Sodastream Flasche + Ventil besorgen.

Den großen Vorteil dieser Methode sehe ich darin, dass ich zeitnah über weitere Maßnahmen
entscheiden kann und eine zusätzliche Anfahrt gespart wird.

Schöne Größe Sepp
 

Mike54

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Als Kontrolle legten wir jetzt Anfang Oktober drei Tage ein weißes Tuch unten auf das Gitter. Zum Entsetzen fielen pro Tag 11 und 15 Milben, jetzt im Oktober wo man nix vernünftiges mehr machen kann.
Warum kann man jetzt im Oktober nichts vernünftiges mehr machen?
Ich habe auch 2 Völker wo bis 15 Milben gefallen sind.
Bei mir hast das Zauberwort Oxalsäure.
In diesem Forum gibt es Unmengen an Beiträgen über Oxalsäure, besonders interessant sind die Beiträge aus Österreich.....;).
Bevor mir meine Völker wegen Varroa eingehen, benutze ich dieses Mittel.
 

stylex

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Warum kann man jetzt im Oktober nichts vernünftiges mehr machen?
Weil die beiden Völker nicht brutfrei sind leider, und selbst OX-Verdampfer wirken nicht in die Brut.

Die Winterbienen schlüpfen gerade zusammen mit den Varronen, jüngste Brut habe ich nicht mehr gesehen, es kommt danach die Brutpause. Der Schaden an den schlüpfenden Winterbienen ist jetzt bereits angerichtet.

In der Brutpause werden sich die Varronen nicht mehr vermehren, die bleiben auf den Bienen sitzen und tun nicht mehr besonders viel. In der Winterbehandlung Weihnachten, falls die solange leben, träufele ich dann 3,5%ige Oxalsäure und hoffe auf einen hohen Wirkungsgrad.

Das Wetter soll hier für zwei Wochen noch einigermaßen warm bleiben. Wenn das stimmt und die in 10 Tagen aus der Brut sind, könnte ich nochmal Oxalsäure sprühen und damit das Milbenlevel senken.
 

Beespace

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Moin Matthias,

ich habs einmal mit Puderzuckermethode versucht, ist leider nicht meins da ich das Volk wieder mehr stören muss als ich will. Da hab ich persönlich lieber eine geölte Windel und zähle die gefallenen Varroen aus.


Das die Milben nur auf den Bienen sitzen bezweifle ich, die werden weiter die Lebensgeister aus den Bienen ziehen da schrumpft der Fettkörper immer weiter.
Was mich interessieren würde wie oft hast du die Ox schon besprüht, wie vertragen dies die Bienen? Hast du bei mehrmaligem behandeln dann einen erhöhten Totenfall?
 

stylex

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ich habs einmal mit Puderzuckermethode versucht, ist leider nicht meins da ich das Volk wieder mehr stören muss als ich will. Da hab ich persönlich lieber eine geölte Windel und zähle die gefallenen Varroen aus.
Moin Tom,

die Störung hält sich hier ja im Rahmen und dauert nur sehr kurz. Insgesamt habe ich vielleicht fünf Minuten den Kasten auf, und dann wird nicht das ganze Volk durchgewühlt, sondern eine Randwabe gezogen und dann geblättert, bis man auf Brut stößt. Die ganzen Bienen bleiben schön auf ihren Rähmchen sitzen, außer bei dem Diagnoserähmchen.

Die Frage ist auch, was will ich eigentlich, mit welcher Methode erreichen, und welche Methode hat welche Fallstricke, die oft nicht mitgenannt werden. Zu den Fallstricken der Windeldiagnose schreibe ich gerne noch einen Beitrag in einem eigenen Thread, weil ich das Thema sehr wichtig finde (die Forensuche ergab hier >>hier<< nur einen Treffer aus 2008, in dem es um den Boden geht). Denn die meisten Kolleg*Innen zählen Milben mit der Windel als Diagnosemöglichkeit, weil es eben auf dem ersten Blick bequem ist und störungsfrei fürs Volk, ohne jedoch die Schwachstellen zu kennen, und wundern sich dann über Völkerverluste.

Ja, die sitzen auf den Bienen und pieken die ein wenig weiter an, das ist natürlich nicht gut, aber meines Wissens schädigt das die Biene nur sehr wenig - der wirklich schlimme Schaden passiert in der Brut, und in der Folge in der dann nächsten Generation, wenn die geschlüpften geschädigten Bienen nicht ausreichend gesunde Nachkommen aufziehen können.
Was mich interessieren würde wie oft hast du die Ox schon besprüht, wie vertragen dies die Bienen? Hast du bei mehrmaligem behandeln dann einen erhöhten Totenfall?
Ich habe alle meine Völker dieses Jahr einmalig mit Oxalsäure besprüht. Erstmal ca. 20 x 250g kleine Begattungseinheiten-Kunstschwärme, so groß wie zwei Fäuste. Die habe ich nach dem Einschlagen in die Beute nach drei Tagen besprüht. Ich konnte keinen erhöhten Totfall feststellen, und bei so winzigen Einheiten hätte ich das definitiv bemerkt (musste ja zeitnah schauen, ob die Königinnen begattet waren, und schlüpfende Brut konnte das Ergebnis nicht verfälschen, weil die nur auf MW eingeschlagen waren).

Bei 16 Völkern habe ich TBE nach der Honigernte gemacht, mit Fangwabe, und die nach einer Woche behandelt, beim Fangwabe entnehmen. Es gab keine Probleme, auch später nicht, auch die Königinnen haben es alle gut überstanden.

Fallstrick ist hier, dass manche die Anleitung einfach nicht lesen. Zum Beispiel wird Oxalsäure oftmals in 5,7% Konzentration geliefert. Ein Kollege hat diese unverdünnt gesprüht, dabei soll man das auf 3% herunterverdünnen und erst dann sprühen (10 Teile Oxalsäue auf 9 Teile Wasser). Ein anderer meinte, unbedingt Zucker einrühren zu müssen, und wunderte sich dann, dass es den Bienen schadete, weil die Sprühbehandlung ohne Zucker erfolgen muss. Wieder andere haben Mittags bei bestem Flugwetter tagsüber gesprüht und sich dann gewundert warum die Wirkung so niedrig war, wo all die Flugbienen unterwegs waren. Die Behandlung muss früh morgens, spät abends oder bei schlechtem Wetter erfolgen, wenn alle zuhause sind. Des Weiteren sollte idealerweise destilliertes Wasser verwendet werden, weil es offenbar bei bestimmten Leitungswasserqualitäten zu Beeinträchtigung der Oxalsäure-Wirkung kommt.

Vielleicht erstellen wir bei Bedarf noch einen Thread über "Fallstricke bei der Oxalsäure-Sprühbehandlung", wo das nochmal kompakt dargestellt ist. Hier ist die PZ-Methode Thema, und dass ich hier dieses Jahr offenbar Fehler gemacht habe, die zu einem falschen Diagnose-Ergebnis geführt haben, wodurch mir voraussichtlich einige Völker über Winter eingehen werden. Da wollte ich vor einigen Sachen warnen/aufklären, die man beachten sollte, zum Beispiel wenn man das das erste Mal macht, eine gleichtzeitige andere Diagnose anwenden (Auswaschung, richtig ausgeführte Windeldiagnose), um zu prüfen, ob das Ergebnis so hinhaut, das hatte ich leider nicht gemacht.

Schöne Grüße - Matthias
 

stylex

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Schwarmverhinderung wie
Bruträhmchen entnehmen, einen Teil Drohnenbrut schneiden, rechtzeitig erweitern
Zum Thema "Fallstricke bei der Windeldiagnose" habe ich >>hier<< einen anderen Thread geöffnet - viel Spaß bei der Diskussion :)

Schöne Grüße - Matthias
 
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