Pappstreifen mit Oxalsäure?

Arjen

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Zulassungen sind immer teuer!!!! Auch Einsteins AS Tücher warten seit 10 Jahren auf zulassung ;)
Nutzen tun sie dennoch genug kollegen ..... auch wenn nicht erlaubt
so wie bei vielem in der Imkerei ..... nehmen es viele nicht so genau !!!!!!!!!
 

Beespace

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Moin

honeyworld Nils war das eure einzige Behandlung oder war zuvor eine Brutfreiheit oder sonstiges angesetzt oder gab es Dampf dazu?
 

Nils

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Hallo Tom Beespace,

weder noch, ich habe nur einen einmaligen Versuch bei 3 Völkern gestartet um zu sehen wie das funktioniert.
So wie es aussieht werde ich das aber nicht mehr wiederholen.

Servus,

Nils
 

honeyworld

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Hallo Tom Beespace,

weder noch, ich habe nur einen einmaligen Versuch bei 3 Völkern gestartet um zu sehen wie das funktioniert.
So wie es aussieht werde ich das aber nicht mehr wiederholen.

Servus,

Nils
Weil?
 

Nils

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Weil....
ich beim Einhängen der Streifen am nächsten Tag Bienentotenfall festgestellt habe, bei einem Volk durchaus erheblich. Die Völker wirkten fortan geschwächt. sie haben sich nach unten zurück gezogen und belaufen die Oberträger nicht mehr. Futter wurde 1-2 Tage lang nicht mehr abgenommen. Ein Zeichen für mich, daß etwas nicht in Ordnung ist. Die Streifen belasten die Bienen.

Ausschlaggebend aber war nach 3 Wochen eine Kontrollbehandlung, bei der erheblich mehr Milben fielen als gehofft.

Mag sein daß Bienentotenfall auch bei AS-Behandlung "normal" ist, ich kann und will sowas aber nicht akzeptieren.

Servus,

Nils
 

Beespace

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Hast du die Streifen komplett oben drauf gelegt? Dachte die hängt man in die Gassen?
Das was ich bis jetzt drüber gelesen habe würden die Streifen gegen eine Reinvasion helfen aber bei einem starken Befall wären diese das falsche Mittel, keine Ahnung wie das zu deuten ist und ab wann ist der Fall gering denn wenn er gering ist brauche ich ja keine Behandlung durchführen. Also alles noch etwas verwirrend.

Danke aber an Nils für deine Erfahrungen. Wie läuft es bei dir Dietmar?
 

Nils

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Hast du die Streifen komplett oben drauf gelegt? Dachte die hängt man in die Gassen?
Wie kommst Du darauf daß ich sie oben drauf gelegt hätte? Weil ich die Oberträger erwähnt habe?
Es ist schon richtig: man hängt sie über einen oder 2 Oberträge in die Gassen.

Servus,

Nils
 

honeyworld

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Eine kleine Zwischenbilanz.
Die Streifen wirken sehr gut. Es fallen immer noch Milben nach 5 Wochen.
Aber.
Ich hatte doch einige Königinnenverluste.
Keine Nachschaffungszellen und sehr schnell Drohnenbrütig.
 

Beespace

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Vielleicht hattest du Nils nur Pech mit den hergestellten Streifen, wenn du schreibst das diese bei dir getropft haben?

Was mich interessieren würde wie hattet ihr vorher behandelt oder sollte es alles mit den Streifen passieren?
Könnte mir eine Kombi vorstellen erst 4B und Ox sprühen und als Langzeit dann die Streifen rein das die Milbenwerte unten bleiben. Damit könnte man dann vielleicht die Reinavsion wenn Völker zusammen berechen und sich einbetteln mindern.
 

Nils

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Eine kleine Zwischenbilanz.
Die Streifen wirken sehr gut. Es fallen immer noch Milben nach 5 Wochen.
Daraus eine gute Wirkung ab zu leiten kann fatal sein.
Theoretisch könnte die Wirkung gleich Null sein und das was fällt ist der natürliche Milbenfall...

Ich habe jedenfalls nach 3 Wochen (und 1.000 Milben) die Reißleine gezogen und die Streifen entfernt.
Mit meiner üblichen Behandlung sind dann nochmal 500 Milben gefallen - und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Nur bei einem Testvolk hat es scheinbar gut gewirkt - aber da war schon beim Einhängen klar, daß dieses Volk sehr wenig Milben hat.

Servus,

Nils
 

Josef Gruber

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Hallo Nils!

Ich grüble auch schon längere Zeit an diesem Thema und gehe
davon aus, dass ich mit den Streifen 85% der täglich schlüpfenden Milben erwische.

Bei einem Ausgangsabfall von 5Milben/täglich
  • sollte bis zum Tag 28 die Milbenlast um die Hälfte gesunken sein
  • bis zum Tag 88 wäre die Milbenlast unter 100
  • um auf die Restentmilbung zu verzichten, müssten die Streifen bis Weihnachten im Volk bleiben

Deckt sich dies mit deinen Erfahrungen?

Schöne Grüße
Sepp
 

Josef Gruber

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Als alleinige Behandlung kann's knapp werden,
jedoch eine TBE + Oxalsäurestreifen wär ein sorgenfreies Imkern im Spätsommer

Dann hieße es noch einen rechtlichen Weg finden.

Nils schreibt in einen anderen Beitrag
Lebensmittel gelten nicht als Arzneimittel. Und damit unterliegen sie nicht der Zulassung.
  • Glycerin in Lebensmittelqualität ist OK
  • Api Bioxal sollte auch OK sein, darf es flüssig wie auch sublimiert eingebracht werden
  • bleibt noch die hohe Aufwandmenge von Oxalsäure,
Dies wird jedoch relativiert, da ein Großteil abgeschrottet und ausgetragen wird


Schöne Grüße
Sepp
 

Nils

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Hallo Nils!

Ich grüble auch schon längere Zeit an diesem Thema und gehe
davon aus, dass ich mit den Streifen 85% der täglich schlüpfenden Milben erwische.

Bei einem Ausgangsabfall von 5Milben/täglich
  • sollte bis zum Tag 28 die Milbenlast um die Hälfte gesunken sein
  • bis zum Tag 88 wäre die Milbenlast unter 100
  • um auf die Restentmilbung zu verzichten, müssten die Streifen bis Weihnachten im Volk bleiben

Deckt sich dies mit deinen Erfahrungen?

Schöne Grüße
Sepp
Servus Sepp!

Eine Prozentzahl kann ich erst schätzen, wenn ich weiß wie viele Milben bis zum Behandlungsende noch abfallen werden.
Bei einem Volk schätzte ich den Milbenbestand beim einlegen der Streifen auf ca. 1.200 Milben.
Nach 31 Tagen sind 1.500 Milben gefallen und ich schätze, daß jetzt noch >400 im Volk sind.

Mein Musterbeispielvolk hatte nach meiner Schätzung lediglich 240 Milben im Volk bei Testbeginn. Mit den Streifen fielen 230 Milben und nun schätze ich sind noch ca. >50 im Volk. Hier hat es relativ gut geklappt, aber auch nicht ausreichend. Das Volk war aber schon bei Testbeginn varroaarm.

Das Gute an den Streifen ist, daß sie auch wirken wenn es regnet und keine andere Behandlung möglich ist.
Das Schlechte ist, daß es zu wenig wirkt. Und vor allen Dingen Bienentotenfall verursachte.
Der Hersteller empfiehlt ein Nachlegen neuer Streifen nach 2 Wochen, das habe ich nicht getan. Wegen des Bienentotenfalls.

Servus,

Nils
 

Nils

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Als alleinige Behandlung kann's knapp werden,
jedoch eine TBE + Oxalsäurestreifen wär ein sorgenfreies Imkern im Spätsommer
Da muß man sich aber die Frage stellen, ob nicht 2-3mal sublimieren eine größere Sorgenfreiheit erreicht. Zumindest der Wirkungsgrad ist höher.

Zu deinen Überlegungen wg. Lebensmittel etc.:
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber es gibt kein zugelassenes Oxalsäuredihydrat, sei es als Lebensmittelzusatzstoff oder Arzneimittel. Es gibt nur die technische Qualität zu kaufen und die ist IMMER unzulässig, wenn man es mit der Absicht an die Bienen bringt, dort eine medizinische Wirkung zu erreichen. Und da Varroa seltsamerweise als Krankheit eingestuft wurde, wäre die Absicht die Milben zu reduzieren auch eine medizinische Anwendung.
So verstehe ich das zumindest.

Eine ähnliche Frage ergibt sich ja auch z.B. beim Vernebler. Hier wird ja vom Hersteller (Ruck) empfohlen 3,5%iges Oxuvar zu verwenden. Das wäre ein zugelassenes Arzneimittel und das Vernebeln könnte man als andere Form des sprühens interpretieren.
Somit wäre das Vernebeln zugelassen.

ABER:
1. wird laut Beipackzettel eine 3,0%ige lösung empfohlen. 3,5% wären also schon zu viel und damit außerhalb der Zulassung.
2. steht im Beipackzettel daß nur eine einmalige Anwendung bei Brutfreiheit zugelassen ist. Und da der Beipackzettel Teil der Zulassung ist, gilt das auch für die Zulassung an sich. Somit ist jede Form der Mehrfachanwendung / Blockbehandlung auch schon wieder außerhalb der Zulassung. Ich glaube das nennt man dann "Off-Label-Use"?

Wendet man Punkt 2 nun für das in Österreich zugelassene Oxalsäurepülverchen an, das ja für die Sublimation zugelassen ist, muß man davon ausgehen daß auch hier eine Blockbehandlung nicht mehr durch die Zulassung abgedeckt ist. Da auch das Sublimieren in Österreich - soweit ich weiß - nur einmal erfolgen darf. Aber da bin ich mir nicht sicher, mußt selber mal in den Beipackzettel schauen.

Verzwickt und verzwackt....

Servus

Nils
 

boerni_s

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Ich möchte einmal etwas zu den unterschiedlichen Konzentrationen schreiben, die bei Oxalsäure angegeben werden. Vernebelt man 3%-ige Lösung, kann man damit ausgezeichnet Milben behandeln. Ab 6%-iger Lösung wird es, wenn man es direkt auf die Bienen sprüht zu viel für die Bienen (liest man, ich habe es nicht probiert). Wenn jetzt hie und da von 4%iger oder 4,5%iger Lösung zu lesen ist, ist meiner Einschätzung nach gemeint, dass eine 4bis 4,5%-ige Lösung aus Oxalsäuredihydrat mit Kristallwasser hergestellt werden soll, das ergibt dann ca. eine 3 bis 3,5%ige Oxalsäurelösung.
Warum ist die Konzentration nicht so wichtig: In den kleinen Tröpfchen verdunstet das Wasser relativ rasch und es entsteht ein Oxalsäure-Staub. Dieser wirkt dann gegen die Milben, und dabei ist es egal ob es 3%ig oder 4%ig ist.
Ich würde das, was ich geschrieben habe nicht beschwören, aber ich denke, so oder so ähnlich verhält sich das.
Liebe Grüße
Börni
 
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