Kurzes Update von meinen Bienchen

primlchen

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Sodala, damit ich auch mal wieder über Bienen schreib, gibt’s ein kurzes Update. ;)

Am Sonntag waren mein Pate und ich wieder gemeinsam bei den Bienen. Beide Völker entwickeln sich sehr gut, beim Volk Cork wurde sogar auch schon ein bisschen Honig eingetragen! *freufreu* Meine Königinnen sind gar nicht gschamig, die haben wir wie bei fast jeder Kontrolle wieder beide gesehen. Die vom Volk Dublin ist sogar ein ziemlicher Brummer, die ist fast doppelt so groß wie die Bienen.

Die Drohnenrahmen sind jetzt voll ausgebaut und bestiftet, die lassen wir noch drinnen bis die Brut verdeckelt ist und dann wird’s ausgeschnitten (auweh, graust mich jetzt schon davor... :( ) Wir haben bei beiden Völkern die 4. Zarge aufgesetzt. Brutableger werden wir voraussichtlich in 2 Wochen machen, dann bekomme ich wahrscheinlich auch eine RZK von meinem Paten.

Also, so wie es aussieht, ist alles im grünen Bereich, eigentlich schon fast langweilig... (hab ich das jetzt laut geschrieben?)

Was ich sehr amüsant finde: inzwischen bemerken alle in der Umgebung, dass plötzlich vermehrt Bienen auf den Blüh- und Gemüsepflanzen sind und erzählen mir immer, dass sie meine Bienen gesehen haben. :) Ich bin schon gespannt, ob es heuer eine größere Ernte in den benachbarten Gärten gibt.

Was ich weniger amüsant finde, dass trotzdem leider alles nieder gemäht wird. Nur mit Müh und Not konnte ich das Mähen der so schönen, von selbst entstandenen Wildblumenwildnis vor unserer Baustelle um zumindest 2 Wochen verschieben. Dann muss ich mit meinem Liebsten nochmal neu verhandeln :(
Keines meiner Argument zählte, es kam als Antwort, die Bienen finden eh genug Nahrung... Was soll man da machen, wenn es ja eigentlich nur drum geht, was die NACHBARN zu so einer "ungepflegten" Wiese sagen... Vielleicht habt ihr noch ein paar gute Argumente für mich? :-k

Liebe Grüße, Marion
 

Josef Fleischhacker

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Schaut also ganz gut aus und auch den ersten eigenen Honig dürfte es schon sehr bald geben

Also, so wie es aussieht, ist alles im grünen Bereich, eigentlich schon fast langweilig

Aber nur Dank des Paten, ab dem nächsten Jahr wirst oft überlegen müssen was nun wichtig und vor allem auch richtig ist, aber dazu sind auch wir da.

Keines meiner Argument zählte, es kam als Antwort, die Bienen finden eh genug Nahrung... Was soll man da machen, wenn es ja eigentlich nur drum geht, was die NACHBARN zu so einer "ungepflegten" Wiese sagen...

Einen Kompromiss suchen, ein teil ist den Bienen gewidmet, hier werden lediglich zwei Mahden pro Jahr gemacht, im Bienengarten ich schneide ich zweimal, das erste mal unmittelbar nach der Löwenzahnblüte, der zweite Schnitt ist ein sehr später Herbstschnitt. Ist bei mir wichtig um Wildkirsche, Robinie, Holler und auch Essigbäume im Schach zu halten.

Der ebene Teil Hausgartens wird regelmäßig geschnitten, ein Hang ist selbst für mich unbezwingbar, hier bekam ich unlängst von Gärtner Franz wertvolle Tipps.

Josef
 

primlchen

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Aber nur Dank des Paten
Tztztz Josef, ich bin enttäuscht :SM_1_06: Zählt denn da meine liebenvolle Fürsorge für meine Bienchen gar nicht? :l435:

ab dem nächsten Jahr wirst oft überlegen müssen was nun wichtig und vor allem auch richtig ist
So wie ich meinen lieben Paten einschätze, wird er mich über das erste Jahr hinaus begleiten, er ist so engagiert und bemüht und hilfsbereit, unglaublich.

aber dazu sind auch wir da.
Das wollt ich ja noch erzählen: beim letzten Imkerkurs sind wir bei den Bienen von unserem Lehrer gewesen. Er hat uns 2 Ableger und einen Schaukasten gezeigt, und wollte von uns wissen, was an den 3 Völkern nicht stimmt bzw. was man verbessern könnte. Nach dem Motto "Auch aus Fehlern lernt man".
Und was soll ich sagen, ich lag bei allen 3 Völkern als einzige richtig. *stolz bin*
Bei einem Ableger war deutliche Buckelbrut zu sehen, beim zweiten Ableger ging die Königin verloren und es war eine NSZ zu sehen und beim Schaukasten war zu wenig Futter in den Waben drin (da hat der WL uns reingelegt, denn im Aufsatz des Kastens war FuT versteckt :) )
Als der WL dann noch fragte, was eine Weiselprobe ist und wie man die macht, war ich wieder die einzige, die die Antwort wußte *schon wieder stolz bin* Bin glaub ich fast schon als totaler Streber verschrien...

Unglaublich, aber allein nur durchs Mitlesen hier im Forum lernt man schon unglaublich viel. :h430:

Einen Kompromiss suchen, ein teil ist den Bienen gewidmet
Das wird schwierig, da das Grundstück, das zu unserem Haus gehört, leider sehr, sehr klein ist, da ist mit aufteilen nix. Ein bißl Zeit hab ich ja noch zum Überlegen, ich glaub mein Argument mit der "Apotheke direkt vor der Haustüre" hat schon mal ein bißchen geholfen... :) Und nächstes Jahr, wenn das Haus (hoffentlich) fertig ist, werde ich auf der Fläche sowieso soviel Bäume und Büsche usw anpflanzen, dass kein Platz für den Mäher ist :)

liebe Grüße,
Marion
 

Josef Fleischhacker

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Meine Einwände Marion galten einzig deswegen um nur ja nicht zu selbstsicher zu werden um auf diese Weise den Paten zu vergrämen, meiner war mir bis zu seinem Tode ein väterlicher Freund und menschliches Vorbild.

Unglaublich, aber allein nur durchs Mitlesen hier im Forum lernt man schon unglaublich viel.

Dessen bin ich mir sicher, bei Vorträgen geht´s bei dem Ohr rein und beim anderen wiederum raus, beim lesen eines Buches oder beim schreiben im Forum muss man konzentriert sein, eben dies festigt das Wissen.

Zu den Fragen, solche Spiel sind oft sehr schwer, Futternotstand, NsZ, aber auch Buckelbrut erkennen sind sehr schwere Aufgaben, da kannst zurecht stolz auf Deine Leistung sein!. :zustimm:

Josef
 
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moniaqua

Guest
Was ich weniger amüsant finde, dass trotzdem leider alles nieder gemäht wird. Nur mit Müh und Not konnte ich das Mähen der so schönen, von selbst entstandenen Wildblumenwildnis vor unserer Baustelle um zumindest 2 Wochen verschieben. Dann muss ich mit meinem Liebsten nochmal neu verhandeln
Keines meiner Argument zählte, es kam als Antwort, die Bienen finden eh genug Nahrung... Was soll man da machen, wenn es ja eigentlich nur drum geht, was die NACHBARN zu so einer "ungepflegten" Wiese sagen... Vielleicht habt ihr noch ein paar gute Argumente für mich?

Schad, ich hab kein Bild. Aber die "ungepflegte" Wiese wird erst nach Jahren wenig mähen richtig schön. Vor Johanni sollte man eh nicht mähen, der Tiere wegen. Bei uns zuhause wurde immer ein Streifen rund ums Haus gemäht, damit man rumgehen konnte. Der Rest ist Wiese.
 
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Was ich weniger amüsant finde, dass trotzdem leider alles nieder gemäht wird. Nur mit Müh und Not konnte ich das Mähen der so schönen, von selbst entstandenen Wildblumenwildnis vor unserer Baustelle um zumindest 2 Wochen verschieben. Dann muss ich mit meinem Liebsten nochmal neu verhandeln
Keines meiner Argument zählte, es kam als Antwort, die Bienen finden eh genug Nahrung... Was soll man da machen, wenn es ja eigentlich nur drum geht, was die NACHBARN zu so einer "ungepflegten" Wiese sagen... Vielleicht habt ihr noch ein paar gute Argumente für mich?

Servus primlchen,

hm ich will zwar nicht indiskret sein, aber da gibt es nichts zu verhandeln, daß ist doch Dein Lebenspartner und der soll Dich unterstützen. Außerdem hat er weniger Arbeit, wenn er einmal im Jahr mähen muß.
- Dein Herzallerliebster soll Dir mal zeigen, wo die Bienen eh genug Nahrung finden. Damit meine ich hingehen und Dir die Pflanzen zeigen lassen.
- Nur weil alle Ihren Rasen auf 32mm oder 50 mm Höhe halten heißt das noch lange nicht, daß es schön oder gut ist. Noch dazu, wo die meisten Leute eh nie im Garten draußen sind.
- Und seit wann juckt es einem selbstbewußten und stolzen Menschen was die Nachbarn sagen.

gruß

bernhard
 
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Servus primlchen,

noch ein kleiner Nachtrag von mir.
So sieht mein ungepflegtester Rasen aus:

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In diesem "Rasen" steppt momentan der Bär.

gruß

bernhard
 

kiki_ohz

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Was soll man da machen, wenn es ja eigentlich nur drum geht, was die NACHBARN zu so einer "ungepflegten" Wiese sagen... Vielleicht habt ihr noch ein paar gute Argumente für mich?

Kein Argument, sondern ein statement einer Anfänger-Top Bar Hive-Kollegin, die ebenfalls Landschaftsgärtnerin ist und gerne mal von den Nachbarn auf gewissen Wildwuchs im Garten angesprochen wird bzw. wird über das "Kraut" getratscht:

"Eine MUSS die Schlampe der Straße sein."

Punktum, der Rest ist Schulterzucken ;)
Solange man es im Griff halten kann (sprich passende Geräte hat, mit denen man auch höheren Aufwuchs mähen kann) und der Postbote die Tür erreicht, ist alles gut :)
 
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Servus josef/drohne,

naja die wird 1x im Jahr gemäht.
Entweder im August, wenn alles verblüht ist, oder im Frühjahr, das entscheide ich aber je nach Größe der Pflanzen und Witterung.

gruß

bernhard
 

Josef Fleischhacker

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naja die wird 1x im Jahr gemäht.

Danke, wäre schön solch eine Wiese zu haben, geht bei mir aber leider wegen der Robinien nicht. Einjährige, bzw. überwinterte haben schon festes und sehr zähes Holz was mit meinem Balkenmäher nicht mehr bearbeitet werden kann, eben deswegen mein zweimaliger Schnitt pro Jahr, damit komme ich aber doch über die Runden.

Josef
 

edlBee

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In diesem "Rasen" steppt momentan der Bär.
Das glaube ich gerne, wie ich sehe hat es da auch viel "
Witwenblume (Knautia dipsacifolia)"

Die ist bei mir auch stark vertreten, und wird von den Bienen sehr gut beflogen

Und ich muss mit mähen noch zuwarten, was bei den Nachbarn Kopfschüteln auslösst

Zum Glück sind die Nachbarn recht weit weg von mir, hab ja ca. 2 Ha
 

primlchen

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hm ich will zwar nicht indiskret sein, aber da gibt es nichts zu verhandeln, daß ist doch Dein Lebenspartner und der soll Dich unterstützen. Außerdem hat er weniger Arbeit, wenn er einmal im Jahr mähen muß.

Ist nicht indiskret, sondern eigentlich eh wahr... ist halt leider in der Praxis manchmal schwierig, wenn ich die "Zuagroaste" bin und sein Familienclan das Sagen hat. Die Arbeit macht ihm ja nichts aus, das sieht er eher als Sport an. Aber inzwischen haben wir uns gütlich geeinigt, ich hab jetzt auch mal klar gesagt, dass das Grundstück bei unserem Haus meine (ebenfalls zugereiste ;) )Schwägerin und ich selbst gestalten möchten, und wir da keine "gut gemeinte" Hilfe beim Mähen brauchen... :)

"Eine MUSS die Schlampe der Straße sein."
Loool, der Spruch is super, den muss ich mir merken :)

Entweder im August, wenn alles verblüht ist, oder im Frühjahr, das entscheide ich aber je nach Größe der Pflanzen und Witterung.
Danke für diese Info. Inzwischen haben wir uns am Wochenende auf einen Kompromiss geeinigt: das Stückchen Grund, das zu unserer Wohneinheit gehört, bleibt wie es ist und ich mähe es dann selber ab (irgendwann mal vielleicht :) ) Der Rest ist eine ziemlich große Fläche, die der Tante gehört und dort mähen sie 2x mal im Jahr, das Heu wird dann an einen Landwirt in der Nähe verkauft. Das wurde am Wochenende zur Hälfte gemäht, allerdings auch erst gegen 16 Uhr, und ein Stück der Bienenblumenwiese wurde dabei auch verschont. Somit sind beide Seiten halbwegs glücklich über diese Lösung und den Bienen gefällt´s hoffentlich auch. :)

Bernhard, danke dir auch für das schöne Bild deiner Wiese! Sieht bei mir momentan auf den ersten Blick nicht so aus, weil recht viele hohe Gräser grad verblühen und die kleineren Pflanzen etwas verdecken. Nichts desto trotz hab ich schon folgende Pflanzen in der Wiese entdeckt: Vergissmeinnicht, Spitzwegerich, Natternkopf, wilder Mohn, Sauerampfer, Hahnenfuß, irgendeine Wickenart glaub ich, die ich noch nicht näher bestimmt habe und vieles mehr.

Lg Marion
 
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