Gelbe Wiese - was ist hier passiert?

BienenBewahrer

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Zander, HR 2/3 Zander
Schwarmverhinderung wie
Schwarm zulassen, evtl.Schwarmvorwegnahme nach Sklenar
Eigene Kö Zucht ja/nein
Nein
Ich tanke keine Lebensmittel

Hallo,

ich denke, dass man am Handeln der einzelnen Personen und Gruppen recht deutlich europaweit sehen kann, dass den Landwirten kaum jemand mehr vertraut. (Imkern in der Stadt, top Video, Inhalt super: http://www.youtube.com/watch?v=-g699JQ90L8, ferner: www.guerrillagardening.org) Selbstverständlich gibt es Landwirte (leider sehr wenige), die eine ökologische und umweltverträgliche Anbauweise praktizieren, diese unterstützt man auch gerne und stellt auch seine Bienen hin auf Anfrage.

Ich und wie andere hier auch, werden mit Sicherheit unsere Bienen nicht auf ein Feld stellen, da gibt es zu viele Kleingärtner und Streuobstwiesen Besitzer, die schon Anfragen gestellt haben und bei uns im Gemeindeblatt wurde diesbezüglich ausdrücklich auf das Vorhanden sein eines Gesundheitszeugnisses hingewiesen. Die Nachfrage kann ich persönlich, wie auch andere hier nicht befriedigen aber was nicht ist kann noch werden.


Jena und Cornelius: Ich kann Euch nur bestätigen und mit diesem Beispiel das Ganze noch unterstreichen.

Heute habe ich erfahren, dass in einem Kindergarten mit angrenzender Schule, die 4 Muster-Bienenstöcke (2-Zarger) aufgestellt hatten, diese plötzlich in kurzer Zeit verendet sind, nachdem der Landwirt seine Felder gespritzt hat. Die in der Nähe liegenden Felder waren mit Sonnenblumen und Raps für Bio-Diesel/Heizöl und E 10 Produktion bestückt, dies hat man im Nachhinein erfahren. Der Landwirt sagte dazu nur: "Man hätte die Bienen wo anders hinstellen sollen, man sieht doch dass hier Felder sind." Ungeschickter geht es wohl nicht. Wie war das mit dem Satz: "…weil es in unserer Imkergemeinschaft so viele ungeschickte Jungs gibt,..", dass sehe ich aber anders. Einige Eltern offensichtlich auch und hatten den Umstieg des KFZ auf LPG durchgeführt, 2 sind vorgezogen von Ölheizungen auf Wärmepumpen umgestiegen und 3 haben nun auch Bienen im eigenen Garten am Haus mitten im Ort stehen. „Man glaubt, wenn man Bio-Diesel, Bio-Heizöl und E 10 kauft tut man was Gutes, genau das Gegenteil ist der Fall. Man unterstütz nur die Pestizidindustrie und zerstört die Umwelt und dafür bezahlt man auch noch mehr. Was für ein Unsinn.“

Hier sieht man aber auch recht deutlich, wie bereits kleine Fehler der Landwirte zu sehr heftigen Reaktionen führen und wie angespannt die Lage zwischenzeitlich ist.

Nun, 3 Imker mehr zusätzlich im Ort ist doch ein schöner kleiner Erfolg.

Danke, für diesen Beitrag,
jeder Imker mehr hat ein Bewußtsein für seine Umwelt. Wir haben keine Lobby,
aber würden wir STREIKEN, wehe dem Land.
Land ohne Bienen....
Wir haben die Macht, die Bestäubung einzustellen, auch wenn es kontraproduktiv gegen den BIEN
ginge. Aber es ist möglich. Für kurze Zeit.
Nur, wieviele würden mitmachen?
Es wird Zeit, ein Bewußtsein und einen Stolz zu erbringen; ohne uns Imker, ob viele Völker
oder wenige, wäre bald vieles sehr im Argen. Da draussen.

Beste Grüße, Bienenbewahrer
 

heuwender

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Hallo Jena!

Ich lese deine Beiträge mit großem Interesse.
Da ich mich mit dieser Materie erst seit einigen Jahren befasse, habe ich nicht dein umfassendes Wissen.
Mir fällt es bisweilen nicht leicht Zynismus und ernstgemeinte Bemerkungen von dir zu unterscheiden.
Wie meinst du das: Daher sind Bilder von gelben Wiesen höchstens noch in Archiven zu finden.

Wenn ich über die Felder unser Umgebung schaue, sind mir Flächen mit gelbem Bewuchs, offensichtlich totgespritzt, vertraut.
Ich wohne im Osten Deutschlands.
 

the czar

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Eigene Kö Zucht ja/nein
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offenbar müssen wir uns daran gewöhnen.

Müssen wir das?
Josef, ich bin wie schon erwähnt gegen Hetze, doch Schmusekurs und die Einstellung wie: "Das ist halt so, daran können wir sowieso nichts ändern" halte ich ebenso für bedenklich.
Bei gelben Wiesen fängt das Wegsehen an und wo hört es auf?

Ich bin dafür, dass über die Betriebsweisen der Landwirte und natürlich auch der Imker, offen und nachvollziehbar gesprochen wird. Nur so hat der Verbraucher eine Entscheidungshilfe. Und sollte er sich irgendwann gegen diese Produkte entscheiden, dann wird das in der Mehrzahl einen guten Grund haben. Doch für eine Entscheidung benötigt er Hinweise und Infos.

Nochmal zum Thema Hetze:
Wenn ein Hersteller für Kinderspielzeug giftige Substanzen verwendet, in kleinen Mengen obwohl dies auch ohne geht und dann öffentlich in den Medien angeprangert wird, dann ist auch dies eine Art Rufschädigung.
Doch befragen wir mal junge Eltern wie die darüber denken.
 

Hagen

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Da stimme ich "czar" voll und ganz zu.
Wir müssen uns nicht daran gewöhnen.

Sehen wir das doch mal von der Basis aus:
Handel, zurück zu den Ursprüngen:
Ein Bauer baut Getreide an, ein Zimmermann baut Scheunen...
Für die Scheune die der Zimmermann baut, bekommt er vom Bauer
Getreide.
Das war der Tauschhandel.
Würde der Bauer mit vergiftetem Getreide einen Zimmermann suchen,
würde er keinen finden.
Wenn der Zimmermann dafür bekannt wäre, dass das Holz das er verbaut
schlecht ist und die Scheunen zusammenbrechen nach zwei oder drei Jahren,
würde ihm niemand einen Auftrag geben.
Und das ist auch gut so!
Was die Landwirtschaft nun heute darbietet, ist im Grunde genommen Betrug.
Denn ich möchte mal behaupten, dass um die 90% das Zeug nicht kaufen
würden. Punkt!
Das wiederum ist keine Rechtfertigung dafür, zu verheimlichen wie das Zeug
angebaut wurde.
Ich bin dafür, dass die Betriebsweisen offen gelegt werden - ob es dem
jeweiligen Landwirt (Firma, Nahrungsmittelkonzern etc.) passt oder nicht.
Das sehe ich dann nicht als Hetze an, sondern als gerechte und notwendige
Information die jedem der das Erzeugnis kauft zusteht - ohne wenn und aber.
 

Josef Fleischhacker

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Müssen wir das?
Josef, ich bin wie schon erwähnt gegen Hetze, doch Schmusekurs und die Einstellung wie: "Das ist halt so, daran können wir sowieso nichts ändern" halte ich ebenso für bedenklich.


Mit sauren, gelben und vergifteten Wiesen werden wir in diesem Forum ganz sicher keinen Schmusekurs fahren, es ist aber doch nicht notwendig Mitarbeiter von Chemiefirmen namentlich zu erwähnen und diese öffentlich als Korrupt zu bezeichnen. Hagen, the Czar und noch viele weitere User melden sich mit informativen und höchst leserlichen Beiträgen zu Wort, dies macht Sinn und bringt uns alle weiter, wäre doch schön, würden sich andere User ebenso gedeihlich beteiligen.

Josef
 
J

Jena

Guest
Der Landwirt ist ein Glied in der Wertschöpfungskette der PSM-Produzenten. Er handelt nach guter fachlicher Praxis, d.h., er bedient sich staatlich zugelassener PSM und appliziert sie vorschriftsmäßig.
Kommt es zu den problembehafteten Auswirkungen auf u.a. Nutz-Insekten und damit auch auf die Bienen, gehen im Forum die Meinungen darüber leider auseinander, wer Verursacher (Verantwortlicher) ist.
Schade!!!

Jena
 

Josef Fleischhacker

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Bedenke Jena, wer auch immer meine Bienen vergiftet ist Verursacher und sollte als solcher auch zur Verantwortung gezogen werden -können. Kein Bauer der Verantwortung zeigt muss zu Mittag mit der Giftspritze ausfahren, das da kein Weihwasser drinnen ist, dies sollte auch der dümmste Bauer wissen.

Josef
 

Hagen

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Danke, für diesen Beitrag,
[...] würden wir STREIKEN, wehe dem Land.
Land ohne Bienen....
Wir haben die Macht, die Bestäubung einzustellen, auch wenn es kontraproduktiv gegen den BIEN
ginge. Aber es ist möglich. Für kurze Zeit.
Nur, wieviele würden mitmachen?
Es wird Zeit, ein Bewußtsein und einen Stolz zu erbringen; ohne uns Imker, ob viele Völker
oder wenige, wäre bald vieles sehr im Argen. Da draussen.

Beste Grüße, Bienenbewahrer

o.k. - da bin ich gerne mit dabei!
Ich meine, ich habe mir das schon vorgenommen und
gehe nicht an Landwirtschaftliche Flächen.
Ich habe eine "historische Streuobstwiese" in der nichts
eingebracht werden darf, ein Waldgebiet mit Robinie und
die Haupttracht, die Edelkastanie, auch nur Wald weit und breit.
Sind Landwirtschaftliche Nutzflächen in der Nähe, lehne
ich grundsätzlich ab, und zwar mit entsprechender Begründung.

Eine entsprechende Kampagne ... ich würde mit machen und
auch mitarbeiten.

Viele Grüße,
Hagen
 

simmerl

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ich denke
Eigene Kö Zucht ja/nein
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Was regt Ihr Euch so auf?

Schaut mal hier: http://www.br.de/fernsehen/bayerisc...d-forst/fliegenlarven-als-viehfutter-100.html

Könnt gut sein, dass wir unser Eiweiss zukünftig von Insekten beziehen werden, zumindest, wenn es durch den Magen der Hühner und Sauen geht.

Viele Insekten, wie auch unsere Hobi, ist auf die insektenbest. Pflanzen angewiesen.

Sterben diese Pflanzen, sterben nicht nur die darauf spez. Insekten sondern es wird auch der lebensnotwendige Nährhumus nicht mehr gebildet.

Das ist seit über 60 Jahren bekannt, wenn nicht länger.

Deshalb sind die gelben Wiesen Gift, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und alles fängt in unserem Tun und Handeln an:

Unsere Kühe fressen den Soja von Südam.

Der vernichtet den Regenwald.

Und die Bauern dort!

Der Dreck belibt bei uns und auch das Glypho!

Das Glypho haben wir im Urin. o. k., da wissen wir.

Killen wir die Insekten, wenn wir schon alles andere gekillt haben, killen wir uns selbst hundertfach, weil wir uns alle Lebensgrundlagen abschneiden.

Nein!!!

Imker sind nicht die Bösen!

Wenn sie erkannt haben,daß da etwas vorsichgeht, was uns alle den Kragen kosten wird.

Griass Simmerl
PS-Peter. the czar, Du bist ein guter Vermittler und Multipiklator - mach weiter!
 

BienenBewahrer

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Schwarm zulassen, evtl.Schwarmvorwegnahme nach Sklenar
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Nein
STREIK

Hagen,
ich liebe dich für diesen Beitrag. (Nur platonisch)
Stell dir vor, es gibt Krieg und keiner geht hin. Oder:
Wir haben die Macht der Bienen, nun kommt uns entgegen, oder unsere Bienen gehen
nicht mehr hin.
Ich weiß, etwas überzogen geschrieben, aber macht einen Sinn.

Lieber Josef, habe Geduld mit uns, hier wächst gerade ein zartes Pflänzlein.

Diese IDEE hat was.
Liebe Grüße, Udo
 
J

Jena

Guest
Bedenke Jena, wer auch immer meine Bienen vergiftet ist Verursacher und sollte als solcher auch zur Verantwortung gezogen werden -können. Kein Bauer der Verantwortung zeigt muss zu Mittag mit der Giftspritze ausfahren, das da kein Weihwasser drinnen ist, dies sollte auch der dümmste Bauer wissen.

So pauschal sagt das nichts. Also, was (Mittel) wurde wogegen (Grund) und zu welchem Zeitpunkt gespritzt?


Jena
 

kuttel

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Wir haben die Macht, die Bestäubung einzustellen, auch wenn es kontraproduktiv gegen den BIEN
ginge. Aber es ist möglich. Für kurze Zeit.
Beste Grüße, Bienenbewahrer

Wenn Du Dich aber in die heutige Situation hinein denkst und Ziel und Richtung der industriellen Landwirtschaft
zur Kenntnis nimmst, dann müsstest Du leider erkennen, dass ein "Streik der Imker/Bienen" genau das Gegenteil
dessen erreichen würde, was Du anstrebst.
Für die grossindustrielle Landwirtschaft sind wir nur Störenfriede und unerwünscht, kommt doch durch unsere
Aufmerksamkeit erst das unsägliche Tun ans Tageslicht.
Und das die Natur insgesamt leiden würde wenn die Bestäuber fehlen geht diesen Kreisen doch am A...vorbei.
Profit und Rendite, jetzt und hier ist entscheidend, da können nicht einmal eigene Kinder und Enkel etwas an
Bedenken entwickeln.
Nein, es bleibt nur der Weg über eine einheitlich handelnde Imkerschaft und die ständige und nachhaltige Infor-
mation der Menschen.
 

ImkerH

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Hallo Bienenbewahrer,

mit dem Satz: „Wir haben die Macht der Bienen, nun kommt uns entgegen, oder unsere Bienen gehen nicht mehr hin.“, hast Du den Nagel auf dem Kopf getroffen. Sehr, sehr gut! Genau das ist dass, was in den USA bei der Mandelblüte und in Frankreich schon abläuft. In Deutschland hat man dies vor Jahren im Rheingraben beim grossen Bienensterben festgestellt, was passiert wenn Bienen fehlen.

Es gibt eine Dokumentation darüber. Hier wurde z.B. festgestellt, dass wenn die Bienen bei der Mandelblüte in Kalifornien nicht anwesend sind, gibt es einen Ertrag von 10 Kg / Hektar, wenn die Bienen da sind aber 700 kg / Hektar. Hier der Link zur Doku. http://www.youtube.com/watch?v=wOZ-tarAa2A&feature=related. Die Zeit wo der Sachverhalt genannt wird ab 0:45:20. In Obstplantagen liegt der Ertrag 10x höher, wenn Bienen da sind. Ähnliche Verhältnisse stellen sich sogar bei selbst besteubenden Nutzpflanzen dar. Und genau da liegt der Ansatz. Die Bestäubung/Standorte auf Kleingärtnersiedlungen, in die Stadt, in die Gemeinden, in Parks, in die Wälder, in die Flussauen und Streuobstwiesen zu verlagern stellt sicherlich kein Hindernis mehr dar. Ich praktiziere es bereits. Mitstreiter gibt es mehr als wir glauben. Siehe diesen Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/...tadt-honey-ich-geh-honig-machen-a-758211.html. Es ist schön, dass auch namhafte Zeitschriften sensibilisieren in Video und Text.

Kuttel: Deinen Satz, „Nein, es bleibt nur der Weg über eine einheitlich handelnde Imkerschaft und die ständige und nachhaltige Information der Menschen.“ möchte ich ebenfalls doppelt unterstreichen.
 

BienenBewahrer

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Einheitlich handelnde Imkerschaft

Liebe Mitimker,
das wäre ein Traum, wenn sich alle Imker übergeordnet zusammenschliessen könnten.
Unabhängig von Verbänden und Vereinen.
Ein Netzwerk, wie jedes Bienenvolk es hat. Ein >Bienennetzwerk< eben. Nur eben für Imker,
die Bienen würden die bedankt-Taste drücken.....
Es hat noch niemand geschafft, alle Völker gleichzeitig zu behandeln und zu füttern,
(Räuberei und Milbenübergriffe).
Ich denke, das ist auch so nicht möglich, weil wir verschiedene Lagen und Trachtangebote haben.
Es könnte in gewissen Kreisen funktionieren, nach Absprache.
Wozu hat man Internet und Google?
Aber ist der nächste Imker immer mein Freund?
Zumal noch Landwirt und anderen Interessen unterworfen?
Was nutzt es dem Imker im Schwarzwald, wenn ich aus der Eifel zeitgleich behandele und füttere?
Oder dem Imker in Luxembourg oder Österreich.
Ich trage gerne den europäischen Gedanken weiter, wir können alle zusammen, gemeinsam handeln.
Aber wie?
Ich bin euphorisch ratlos.
Schön, daß es noch so starke Gemeinschaften gibt, Idealisten brauchen wir, wir haben eine
reele Chance, die Lobby in die Knie zu bringen.
Ich bin mit meinem Latein am Ende.

Liebe Grüße, Udo der Bienenbewahrer
 

ImkerH

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Hallo Udo,

ich habe bereits Anfang des Jahres mit einigen Streuobstwiesen Besitzern und Kleingartenanlagen Besitzern gesprochen. Stets sehr gute Gespräche aufgeschlossen und willkommen. Am besten waren Streuobstwiesenbesitzer, die wollten sofort, dass ich mich über Jahre verpflichte die Bienen aufzustellen und wollten beim Aufstellen und Betreuen auch noch behilflich sein. Der Bedarf an Besteubungsleistung ist hier sehr hoch und konstant. Die gegenseitige WIN-WIN Situation extrem hoch. Ich habe auch bestätigt bekommen, dass der Ertrag der Obstbäume definitiv um ein vielfaches höher ist, aber der der Imker auch. Ferner nutzen beide Seiten die gleichen Vertriebswege für ihre Produkte und profitieren auch noch zusätzlich davon durch Fixkostensenkung. Denn hier passt auch der Produktmix in jeder Hinsicht. Obst, Saft, Marmelade, Honig, Propolis-Produkte usw.. Die gegenseitigen Partnerschaften seien sehr gut, offen und kameradschaftlich, weil man die gleichen Interessen, Ziele und „Einstellung zu Produkten und deren Betriebsweise hat“. Ich selbst bin also eigentlich mitten drin ohne wenn und aber.

Das man miteinander reden muss, wie hier oftmals vorgeschlagen wurde, selbstverständlich gerne. Aber mit den Richtigen, Motivierten, Innovativen und Lösungsorientierten, die den Wagen in die gleiche Richtung ziehen.

Ich sehe, ist natürlich subjektiv, daher 3 Gruppen als besonders wichtig für Imker an.

1) Die Streuobstwiesenbesitzer, die aller wichtigste Zielgruppe in jeder Hinsicht.

Nur einige Beispiele:

Bundeslandebene:
http://www.streuobstwiesen.org/
http://www.streuobstwiesen-bw.de/ (Man beachte unter „Aktive und Förderer“ wer alles dabei ist.)
http://streuobstinitiative.de/

Auf Stadtebene:
http://www.streuobstwiesen-eberstadt.de/

Das Thema Imker und Streuobstwiesen wird bereits bis in die Schulen getragen, man beachte die Solidargemeinschaft der Schulen:
http://www.unserland.info/projekte/kinder-und-jugendprojekte/19-schule-auf-der-streuobstwiese


2) Der nächste Ansprechpartner ist der Bund deutscher Gartenfreunde: „ … mit 15.000 Kleingärtnervereinen… Sie verwalten fast eine Million Kleingärten….“.

http://www.kleingarten-bund.de/bundesverband/portrait/ueber_uns

3) Die Waldbesitzer

http://www.bayer-waldbesitzerverband.de/


Nun die Idee, die man hier im Forum, sofern die Moderatoren damit einverstanden wären, diskutieren
könnte.

Man richtet hier einen Bereich ein, in dem die Forumsmitglieder die Aufstellung der Beuten/ Besteubungsleistung und deren Nutzen anbieten, aber zuerst nur für die oben genannten Gruppen, also einen Angebotsbereich. Der andere Bereich ist der Nachfragebereich ebenfalls nur für diese 3 Gruppen, könnte man durch Überschriften steuern. Ein Weiterer Bereich wäre der Angebotsbereich für Bienen und Königinnen mit einem verbundenen Nachfragebereich, weil es auch einige Interessierte gibt, die wir mit versorgen könnten. Um dies noch zu verstärken, könnten wir bestimmte interessante Internetauftritte von den oben genannten Gruppen zur gegenseitigen Verlinkung bringen, nach einer entsprechenden Anfrage als z.B. Partner- oder Kooperationslinks. Dies könnte der erste Schritt mit Vorbildwirkung sein.
 

BienenBewahrer

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Hallo, Herbert, ich finde deine Ideen gut.
Ich habe gerade eine vernachlässigte Streuobstwiese gekauft, mußte sie einzäunen.
(Kaufvertragsbedingung)
Hier werde ich alte Obstsorten anbauen und eine Wildwiese fördern.
Mein Bienenhaus steht schon seit 25 Jahren dort, jetzt kann ich endlich meinen kleinen
Traum verwirklichen: Ein kleines Stück heile Bienenwelt.

Sachlich; Es sind viel mehr Schritte notwendig, als es für sich im kleinen zu machen.
Dazu gehört auch, daß man hinausgeht und Kontakte sucht und aufbaut.
Das fällt nicht jedem leicht.
Ich bin auch eher der Introvertierte, der im Internet aber ganz mutig tut.
Da sind schon Hürden zu meistern. In dem Sinne, Udo, der Bienenbewahrer.
 

Malte Niemeyer

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Hallo,
die Idee ist genial, man müsste Werbung für unsere Bestäubungsleistung machen. Wieviele imker sind hier vernetzt und wieviele Bienenvölker stehen hier zur Verfügung?

Da könnten die Steuobstwiesen-besitzter und sonstige Leute die Bedarf an Bienen haben und den Sinn sehen, sich melden und über das Forum könnte der nächstliegende Bienenbesitzter ermittelt werden...

Das ganze ist natürlich nur dann Sinnvoll, wenns "seriöse" Aktionen sind. Zwei Wochen in ne Monokultur Apfelplantage wandern, einmal vergiftet zu werden und dann weggejagt zu werden mach keinen Sinn.

Mfg Malte Niemeyer
 

ImkerH

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Hallo Udo,

„… jetzt kann ich endlich meinen kleinen Traum verwirklichen: Ein kleines Stück heile Bienenwelt.“
Kann ich nachvollziehen, ist tatsächlich so.

Was meinst Du mit dem Satz: „Da sind schon Hürden zu meistern.“
Ich habe auch bereits 2 kleine Grundstücke. Ich melde selbst die Bienenstöcke beim Veterinäramt und Seuchenkasse an. Wenn die Bestätigung da ist ermittle ich den jeweiligen Bienensachverständigen für den Bereich, der informiert wird. Von ihm bekommt man einen Termin für die Prüfung und er erstellt ein Gesundheitszeugnis. Bei fremden Grundstücken unterschreibt der Eigentümer mit. Fertig. Meist Du noch etwas anderes?
 

ImkerH

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Hallo Malte,

genau so ist es gemeint.

Wir sind viele und wir haben ein gutes Wissen und können uns schnell austauschen und abstimmen. Bei den Streuobstwiesen Besitzern, bei denen ich nachgefragt habe, kann man die Bienen permanent stehen lassen und auch beim Veterinäramt und Seuchenkasse fest anmelden. Das ist wichtig. Dies ist wesentlich einfacher und hier muss man gar nicht wandern, wenn man nicht will. Die wollen meistens eine feste Beziehung teilweise mit Vertrag über Jahre. Die haben Prio 1. Bei Kleingärnern ist dies ähnlich. Weggejagt wirst Du hier nicht, im Gegenteil, eher am nächsten Baum angebunden damit Du nicht mehr weg kommst, habe von Imkern am Bodensee gehört. Mir ist es ja ähnlich ergangen. Die wissen schon was Sache ist. Seriös muss selbstverständlich sein. Das Bienen- und Königinnenangebot darf jedoch nicht vergessen werden.
 
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