Futterabriss

honigmaul

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Was hast Du an der Varroabehandlung gemacht?
Ich mache die zweite Behandlung mit Oxalsäure, da der Winter letztes Jahr nicht kommen wollte konnte ich sie erst am 20. Dezember machen (ich mache die Träufelmethode);

Hallo Tommy!

Was heißt das genau? Hast du zwei Mal OS geträufelt, oder wie hast du sonst die Varroabehandlung durchgeführt, oder habe ich da was überlesen?

MfG
Honigmaul
 

tommy

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Hallo Honigmaul,

ich habe Ende Juli die erste Varroabehandlung mit ApiLive Var gemacht (Thymolbehandlung, diese wurde uns im Anfängerkurs empfohlen, sie wird hier in der Umgebung von Imkern mit vielen Völkern und guten Erfahrungen schon seit Jahren durchgeführt); die zweite Behandlung wird dann im brutfreien Zustand mit der Oxalsäure Träufelmethode vorgenommen;
das habe ich mit einem meiner Anfängerkollegen genauso gemacht; wir haben alles gleich gemacht (unsere 6 Völker standen bis Oktober auch nebeneinander, dann hat er sich ein Grundstück gekauft und seine Bienen umgezogen) - er hat ein sehr gutes Volk ausgewintert, ein kleines und eines war im Dezember bereits leer, ich hatte Anfang Februar bei der Frühjahrskontrolle noch drei Völker und nach dem Kälteeinbruch keine mehr.

Ich frage mich natürlich - was ist bei meinen Dreien passiert wenn seine noch leben, deshalb die vielen Fragen an Euch! Deshalb habe ich auch über den Standort gegrübelt und was ich anders gemacht habe: ich habe die Futterzarge auf dem Volk gelassen und sie erst bei der Oxalsäurebehandlung entfernt; er hat die Futterzarge beim Umzug seiner Bienen im Oktober bereits entfernt; sonst haben wir alles gleich gemacht;
bei der Varroabehandlung im Juli haben wir die Schubladen eingelegt und auch schön den Unterschied des Varroafalls bei den Wirtschaftsvölkern und den Ablegern sehen können.

Nachdem ich langsam vermute dass mein Völkerverlust eine Kombination verschiedener Faktoren war, werde ich im nächsten Jahr die Unterschiede z.B. Unterschied im Varroafall zwischen den Wirtschaftsvölkern, dokumentieren.

LGT
 

honigmaul

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Hallo Tommy!

ApiLive-Var ist grundsätzlich ein gut funktionierendes Varroamittel, wenn man die Gebrauchsanweisung einhält, insbesondere, dass nach 14 Tagen die weiteren Plättchen eingelegt werden müssen. Es hat aber den Nachteil, dass man sehr früh abschleudern und sehr zügig einfüttern muss, da die Bienen während der Behandlung das Futter schlecht aufnehmen. Es darf keine unnötige Zeit verstreichen, da die Wirkung beim Api-Live-Var erst verspätet einsetzt. Waben und Beute müssen sich mit dem Thymol sättigen. Erst dann werden die schlüpfenden Varroamilben von den Dämpfen ausreichend getroffen. Die Milben in der Brut können sich bis zum Schlupf noch unbehelligt vermehren und die Bienenbrut schädigen. Ganz so einfach, wie sich eine Thymolbehandlung anhört, Plättchen hinein geben und Deckel wieder zu machnen, ist sie doch nicht.

Ich persönlich bin ein Anhänger der AS-Behandlung mit dem Nassenheider-Horizontalverdunster. Da hat man keinen zeitlichen Stress. Ende Juli abschleudern, eine Futtergabe verabreichen, dann die Nassenheider-Horizontalverdunster hineinstellen und mit sofortiger Wirkung werden die aufsitzenden Milben und ein oder zwei Tage später auch die Milben in der verdeckelten Brut erreicht. Auf diese Art und Weise hat man gegenüber einer Thymolbehandlung einen zeitlichen Vorsprung von 3 oder 4 Wochen. Genau dieser Vorsprung kann aber entscheidend sein.

Die Restentmilbung hat für die Überwinterung, bzw für die Auswinterung keine Bedeutung. Die Restentmilbung hat nur den Zweck, dass die Anfangspopulation niedrig ist und die Varroen bis zum Sommer die Schadschwelle nicht erreichen.

In deinem Fall musst du die Restentmilbung 2010 und die Sommerbehandlung 2011 beurteilen ob da alles in Ordnung war und ob du nicht doch im Herbst zu viel Zeit verstreichen hast lassen.

MfG
Honigmaul
 
C

cornelius

Guest
Nun liebe Experten und Forentummler, was meint ihr zu diesem Thema, worauf sollte ich nächstes Frühjahr oder auch bei der Einwinterung vorbereitend achten!!
schreibt Tommy

Vor allem sollte er seine Umwelt beobachten. In den meisten Fällen gehen die Bienenvölker an der mit Pestizden verseuchten Umwelt zu Grunde und sei es auch nur durch die von den Landwirten ausgebrachte Gülle in Grünlandbereichen !

Durch die Varroamilbe oder durch Futterabriss gehen nur dem unerfahrenen Anfängerimker die Völker zu Grunde.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einmal auf mein Zitat hier im Forum hinweisen: http://www.bienenforum.com/forum/showthread.php/6518-Aufklärung-über-die-Ursachen-des-Bienensterbens?highlight=sapera
Das " sapera aude" - wage Deinen Verstand zu gebrauchen- ist oft nicht erwünscht, weder in den Parteien, den Zulassungsbehörden oder den Bieneninstituten. Die meisten Menschen, hier Imker, haben sich in ihr Schicksal ergeben und resigniert.
 

Rabe

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tommy

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Hallo Rabe, hallo Honigmaul,

ja, das stimmt - ich bin Anfänger; all die Infos und Anregungen die ich erhalten habe helfen mir sehr weiter;
Imkern ist eine Wissenschaft für sich, hätte ich nicht gedacht!
Aber einmal angesteckt läßt - mich zumindest - der BEE Virus nicht mehr los!

Ein erfahrener Imker meinte mir gegenüber: mit den Imkern ist es wie mit den Bären, sie halten eine Art Winterschlaf und wenn der Frühling kommt, dann hält sie nichts mehr!

Genau das denke ich auch und deshalb freue ich mich sehr dass ich - nach meinem zweimaligen Anfängerpech - wieder Bienen bekomme und mit den Anregungen hier etwas besser gerüstet bin

Vielen Dank auch an Honigmaul, ich werde nun auch die mir einfach erscheinende Thymolbehandlung hinterfragen!!
Tommy
 

gärtner

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Hallo Tommy,

ich habe es am Anfang auch mit Thymol versucht - bin aber nach massiven Verlusten zur ganz konventionellen AS-Behandlung mit Nassenheider Verdunster und OS-Träufelung umgestiegen.

Damit mache ich seither gute Erfahrungen. Habe jeden Winter auch das eine oder andere Volk verloren, aber meist durch Schlamperei (Mäuseschutz zu spät angebracht z.B.)

Ich versuche ebenfalls, meine Völker auf nur 1 Zarge zu überwintern - außer wenn die Traube im Herbst nicht nach oben wandern will und sich zwischen den beiden Zargen eingerichtet hat. Diese Völker sind aber meiner Erfahrung nach eindeutig anfälliger für Winterschäden.

Bei einem einzargig überwinterten Volk hatte ich dieses Jahr auch Futterabriss zu beklagen: Sie sind einfach nicht von der Brut gegangen, die vordere Hälfte der Futterwaben war leer, die hintere voll. Künstlerpech möchte man sagen - ich denke aber auch, dass schwache Völker anfälliger sind für solche Ereignisse.

Vor dem im Januar abzusehenden Kälteeinbruch habe ich meine zusammengerückt stehenden Völker noch einmal extra eingepackt: auf die Kästen ein in mehrere Lagen gefaltetes Schattierungsgewebe gelegt und die ganze Beutenreihe noch mit einer dicken Bootsplane so zugedeckt, dass nur mehr die Fluglöcher frei waren.

Aktuell starten die Völker massiv durch, die Zargen sind voll, heute gibt es den 2. Brutraum (die Obst- und Löwenzahnblüte gehört den Bienen, Raps hab ich nicht), Mitte Mai gibt es die Honigräume.

Das mit dem Winterschlaf stimmt - bei uns Gärtnern gibt es das gleiche Phänomen auch.

Liebe Grüße in die Runde von
franz.
 

honigmaul

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Hallo Bienenfreunde!

Durch die Varroamilbe oder durch Futterabriss gehen nur dem unerfahrenen Anfängerimker die Völker zu Grunde.

Genau das stimmt meistens nicht und lässt sich relativ einfach erklären. Ein Jungimker kauft sich ein Bienenvolk oder bekommt aufgrund des Grundkurses eines und muss sich mangels eigenständiger Erfahrung genau an die Varroabehandlungsvorgaben halten. Was hat er nun, eine junge Königin, jungen Wabenbau und ein gut varroabehandeltes Volk. Also beste Voraussetzungen für die Überwinterung. Und sollte es doch einmal schief gehen, dann wird wenigsten bestmöglich analysiert, damit es in Zukunft nicht mehr passiert.

Und was ist, wenn einem "erfahrenen" Imker ein Volk, oder die Völker eines ganzen Standes verenden, dann ist mit Sicherheit nicht die Varroamilbe daran schuld, den der "erfahrene" Imker hat ja jahrelange Erfahrung, sondern die all gegenwärtigen Pflanzenschutzmitteln. Interessant ist nur, dass beim Nachbarimker die Völker nicht an den PSM eingegangen sind.

MfG
Honigmaul
 
C

cornelius

Guest
Interessant ist nur, dass beim Nachbarimker die Völker nicht an den PSM eingegangen sind.

Lieber Honigmaul Deine obige Einlassung bestätigt, das Du keine Ahnung von der Bieologie des Bienenvolkes zu haben scheinst!?

Denn Fakt ist das selbst die Trachtbienen eines Volkes zur gleichen Zeit verschiedene Nektar/ Pollenquellen anfliegen. Dies gilt umso mehr wenn es sich um verschiedene Völker auf anderen Standorten handelt!

Darum und immer wieder:
Das " sapera aude" - wage Deinen Verstand zu gebrauchen- ist oft nicht erwünscht, weder in den Parteien, den Zulassungsbehörden oder den Bieneninstituten. Die meisten Menschen, hier Imker, haben sich in ihr Schicksal ergeben und resigniert.
 

Josef Fleischhacker

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Cornelius, ich darf erinnern, Honigmaul ist alles andere als ein Anfänger, glaub mir, der Mann weiß was was der Bienen Sache ist.

Liebe Grüße in die Runde von
franz.

He-hallo Franz, freut mich von Dir ein Lebenszeichen zu erhalten, da wird selbet der regnerisch/kühle Sonntag zu einem Jubeltag. Bitte mehr, wir warten doch auch Dich.

Liebe Grüße

Josef
 
C

cornelius

Guest
@ Drohne
Denn Fakt ist das selbst die Trachtbienen eines Volkes zur gleichen Zeit verschiedene Nektar/ Pollenquellen anfliegen. Dies gilt umso mehr wenn es sich um verschiedene Völker auf anderen Standorten handelt!

Warum negiert er oder weiß nichts von den von mir beschriebenen und oben nochmals dargestellten Fakten?
 

Josef Fleischhacker

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@ Drohne


Warum negiert er oder weiß nichts von den von mir beschriebenen und oben nochmals dargestellten Fakten?

Bitte zu bedenken, viele kommen nicht zum streiten, oder um endlos über das gleiche Thema zu debattieren ins Forum! Diese Leute wollen auch auch mit niemanden anlegen, sondern lediglich imkerliche Erfahrung austauschen, offenbar gehört Honigmaul als sehr erfahrener Imker ebenfalls zu dieser Gruppe

Josef
 

honigmaul

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Warum negiert er oder weiß nichts von den von mir beschriebenen und oben nochmals dargestellten Fakten?

Er negiert, weil er sich mit der Thematik selbst ausreichend beschäftigt hat und dabei zum gegenteiligen Schluss gekommen ist.

Ich ersuche darum, dass diese Meinung akzeptiert wird, egal ob jemand dagegen oder dafür ist.

MfG
Honigmaul
 

Goldregen

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Immer wieder kommt ein Futterabriss vor.
Irgendwie bin ich noch nicht wirklich dahinter gekommen, warum dies der Fall ist.
Könnt ihr mir da weiterhelfen?

Anscheinend ist ein zu schwach eingewintertes Volk auch mit die Ursache.
Aber das kann doch nicht alleine die Ursache sein, oder?

LG Doris
 

fix

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In meinem ersten Imkerjahr hatte ich einen Futterabriss bei einem sehr starken Volk, die Bienen steckten kopfüber in den leeren Zellen und viele tote lagen unten, bei der Analyse half mir ein erfahrener Imker und dieser sah die Ursache auf den ersten Blick, ein Pollenbrett hing am Brutnest, die Bienen kamen bei der winterlichen Kälte nicht mehr ans Futter, Futterwaben wären genug hinter der Pollenwabe vorhanden gewesen (Warmbau).

Dieses eine Volk hat mich gelehrt sowas nie mehr zu wiederholen und ich achte beim einwintern darauf daß der Futtergang nach hinten nie versperrt ist durch Pollenwaben, Mittelwände oder sonstigem. Am Rande bemerkt, der erfahrene Imker war zu mir unerfahrenen nicht so human und tadelte mich ziemlich heftig und in kürzester Zeit war dieses Malheur in drei Landkreisen bekannt, es gab viele Imker die sehr verständnisvoll waren und mir sofort von eigenen Erfahrungen berichteten, somit lernte ich vieles dazu.

2013 hatten wir ein gigantisches Melizitosejahr, ein Imker bat mich im Winter ein totes Volk von ihm anzuschauen, auch typisch Futterabriss (Warmbau), sehr viele tote Bienen kopfüber in den Zellen und vorne zwischen den Waben, eine Futterwabe am Brutnest war leer und danach hing eine vollverdeckelte Melizitosewabe, den betonfesten Melihonig können die Bienen im Winter nicht verwerten und kamen nicht mehr zum Futter an die hinteren Waben.

Ein Gegensatz zum Futterabriss: Ein Imker zeigte mir vor Jahren einen Ablegerstand mit 8 Völkern, alle Bienen lagen tot in den Wabengassen, die Völker waren heillos überfüttert, jeweils eine Wabe war mit einem sehr kleinen kreisrunden Brutnest versehen und ringsherum verdeckeltes Futter, alle anderen Waben voll mit Futter, die Völker sind auf den kalten Futterwaben erstarrt und den Rest kann man sich denken.
 

Goldregen

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Ein Gegensatz zum Futterabriss: Ein Imker zeigte mir vor Jahren einen Ablegerstand mit 8 Völkern, alle Bienen lagen tot in den Wabengassen, die Völker waren heillos überfüttert, jeweils eine Wabe war mit einem sehr kleinen kreisrunden Brutnest versehen und ringsherum verdeckeltes Futter, alle anderen Waben voll mit Futter, die Völker sind auf den kalten Futterwaben erstarrt und den Rest kann man sich denken.

Das habe ich noch nie gehört, klingt aber sehr logisch. Und wenn ich die Bilder von "Futterabriss" völkern , die ich in letzter Zeit angeschaut habe,nochmal überdenke, dann könnte da schon das eine oder andere Volk "überfüttert" gewesen sein. Denn auf diesen Bildern war sehr viel Futter, dicke Futterkränze, und in der Mitte ein kleines Brutnest mit ein paar Bienen, die die Köpfe in die Waben steckten.
Und diese Völker sind meist im Januar gestorben, also nicht in der Zeit, in der sie schon wieder stark zu brüten anfingen und sich nicht von ihrer Brut entfernen wollten.
 

fix

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Das habe ich noch nie gehört, klingt aber sehr logisch.
Dazu kann ich noch etwas erzählen, heuer im Herbst holte mich ein Imker der noch nicht lange imkert, seine Völker brüten nicht mehr laut Windel, schon beim anheben der Kästen war zu ersehen was Ursache war, er hat gefüttert bis die Bienen nichts mehr abnahmen und alle Waben waren voller Futter, Königin war vorhanden, wir haben dann drei Leerwaben eingehängt und sie legte sofort wieder los. Genauso wie man zuwenig füttern kann, kann man zuviel füttern.

Das gesamte Brutnest war voller Futter, wir haben die bebrüteten Futterwaben an den Rand im Volk gelassen und nur unbebrütete Futterwaben zur Lagerung entnommen denn diese werden von der Wachsmotte nicht kaputt gemacht bei richtiger Lagerung (kühler dichter Raum oder Gefäße, Abstand zwischen den Waben usw.).

Zumindest einen Vorteil hatte es auch denn ich legte ihm unmissverständlich nahe die Völker mit Oxalsäure zu behandeln, diese Gelegeheit der Brutfreiheit darf man nicht ungenützt verstreichen lassen!

Kürzlich hat mir seine Frau gemailt daß alle Völker wohlauf sind und sehr gut beisammen, das freut einen natürlich, Gottseidank hat er es früh genug gemerkt und reagiert!
 
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