Fragen und Antworten zur Methode der Brutpause

Chrigel

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Das Thema "Brutstopp durch Internieren der Königin" scheint mir durch den Umfang von 19 Seiten zu überladen, sodass ich dem Wunsch von Josef, die Planung von Brutpausen und Fragen dazu zu erörtern, in einem neuen Thema nachkommen möche.
Wer sich im genannten frühern Thema doch noch kundig machen möchte, dem empfehle ich die Lektüre etwa ab Post 145
https://www.bienenforum.com/core/search.php?searchid=2323408

Chrigel
 

Chrigel

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Brutpause ist nicht Brutbeschränkung
Brutbeschränkung
In meinem 5 B Verfahren wird die Brut während 10-12 Tagen nur beschränkt. Die Königin wird auf eine beschränkte Wabenzahl ( 1-2 Normalmass) abgesperrt, wo sie derweil legen kann. Nach dieser Zeit werden sämtliche Waben entnommen, die Waben mit Brut und wenigen Bienen in Sammelbrutablegern zusammengestellt und das Volk auf neuen Bau gesetzt. Das Ganze ist im Thema https://www.bienenforum.com/core/showthread.php?6052-Meine-5-B-Grundlage-meiner-Varroa-Strategie&highlight=Meine+Strategie umfangreich beschrieben und hat sich sehr gut bewährt. Man erhält zusätzliche Jungvölker.


Hier soll es aber um die Brutpause von mind. 21 Tagen gehen.

Brutpause - Dieses Verfahren nenne ich 4 B. Es gliedert sich in folgende 4 Schritte

Brutpause durch Käfigen der Königin auf 1/4 Normalmass während mind. 21. Tagen.
Brut auslaufen lassen und sämtliche Waben entnehmen (ev. 1 Pollenbrett belassen)
Bauerneuerung total
Behandeln: nach 5 Tagen einmal OS Bed. bei unverdeckelter Brut und Winterbehandlung im brutfreien Zustand
Es entstehen keine zusätzliche Völker.

Zeitplan:
Bildschirmfoto 2019-05-14 um 19.12.55.jpg

Chrigel
 

Chrigel

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Erste gestellte Frage:

unklar ist jedoch zweimal je 12 Tage, sowie eine komplette Brutperiode?
Josef

Der Grund für eine komplette Brutperiode (Internierung der Kö mind. 3 Wochen) liegt darin, dass ich keine Brut verwerten will. Deshalb auch der möglichst kleine Raum für die Königin, der ihr allerdings mehr Bewegung lässt als ein Käfig bietet. Der Aufwand mit Brutsammlern ist mir zu gross geworden. Wenn ich zusätzliche Völker schaffen will, dann bilde ich aus der grossen Bienenmasse beim Abwischen von den Waben Kunstschwärme mit begatteter Königin
Weitere Gründe:
Pro Tag sterben 2 % der Milben
Dr. Büchler geht davon aus, dass Milben bei längerem Fehlen von Brut an Reproduktionskraft verlieren (keine gesicherten Belege aber vorstellbar).

Chrigel
 

Josef Fleischhacker

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Danke Christian für dieses wertvolle Thema, somit haben wir die jeweiligen Methoden stets griffbereit zur Hand.

Selber bin ich schon mit den Vorbereitungen der 42er ÖBW Internierungsrähmchen beschäftigt, bei Gelegenheit werde ich diese hier vorstellen um ausreichend darüber zu sprechen.

Josef
 

Josef Fleischhacker

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Mittlerweile habe ich meine "Internierungsrähmchen" -das Wort gefällt mir- bereits fertiggestellt, wie anderswo schon erwähnt handelt es sich hier um 42 mm breite ÖBW Rähmchen.

Das Holz ist Fichte, das Gitter ist ein stabiles Rundstab Absperrgitter. Exakt inmitten, also bei 21 mm verläuft eine Edelstahl-Drahtung, hier wird folglich eine Mittelwand eingelötet. Rechts an der Seitenleiste wurde ein 12 mm Bohrloch angebracht, hier darf die Königin einlaufen, sicher verschlossen mit einem Korken.

Kosten sind nahezu Null, das Holz war billiges 5 x 8 er Staffel, als Gitter werden alte ASG Verwendung finden, das im Bild gezeigte ist lediglich ein Vorzeigerähmchen für die Mitglieder unserer Ortsgruppe. Würde man solche Internierungsrähmchen käuflich erwerben so befindet man sich bei einer Preisklasse von jenseits € 30,--.


Lob darf angebracht werden, Kritik ist höchst erwünscht.:n99:

Josef

Internierungsrähmchen Bild 1.jpg

Internierungsrähmchen Bild 2.jpg

Internierungsrähmchen Bild 3.jpg
 

Bienenfreund87

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Schaut sehr gut aus Josef :n99: mir gefällt die Schlichtheit und das Problemlose dabei sehr gut, besser als so teures, kaltes, totes Blech :read2:
 

Sturmimker

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Josef, wäre es nicht klüger auf die Drahtung zu verzichten?
lg Michael
 

Josef Fleischhacker

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Chrigel

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Es spricht nichts gegen sondern Folgendes für die Drahtung.
Ich empfehle die Drahtung und mindestens einen MW-Streifen. Wenn die Königin zudem gezeichnet ist, ist sie auf der gerichteten Wabe leichter zu erkennen unter dem ASG bei einer allfälligen Kontrolle auf NsZ nach 9 Tagen. Bei Wirrbau ist dies erschwert.

Chrigel
 

liwal

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20170616_081052~2.jpg
Habe mir 2017 10 Stk. gebaut, Größe Zander Flach, hatte vorher welche aus Edelstahl, diese jedoch wieder geschrottet hatten nur Nachteile. Voriges Jahr ist mir eine Königin entflohenen, hatte sich irgendwie durchgezwängt. Interessanterweise hatten manche Völker die Wabe schön ausgebaut, andere sehr wenig. Für Waben Hygiene optimal, nur mit den Milben habe ich trotzdem die größten Probleme. Im August bis Anfang September fast keine Milben aber dann gehts wieder los, Milben und bedampfen ohne Ende. Vermutlich liegt es bei mir an der Bienendichte in meiner Umgebung und teilweise sehr mangelhaften Betreuung einiger Völker.
MfG liwal
 

Josef Fleischhacker

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Ist sehr schön Liwal, alle Achtung! :thumbright:

Frage, was hast mit den Varroa belasteten Brutwaben gemacht, etwa einer Thermobehandlung unterzogen?

Josef
 

liwal

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Hallo Josef,
letztes Jahr mit schweren Herzen im Sonnen Wachsschmelzer (bei mehr als 120 Grad) eingeschmolzen. 2017 einen Brutableger, da waren aber geschädigte Jungbienen und jede Menge Milben - ergab auch nicht das Gelbe vom Ei.
MfG liwal
 

Josef Fleischhacker

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Danke der Antwort, Zusatzfrage, hättest da eventuell eine Möglichkeit gesehen diese doch sehr belasteten Brutwaben einer Thermobehandlung a la Varroa Controller zu unterziehen?

Diese Frage interessiert mich brennend, geht es doch um relativ viele Brutwaben.

Josef
 

liwal

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Hallo Josef,
für eine thermische Behandlung habe ich keine Möglichkeit. Die Kosten für einen Varrora Controller sind mir für Versuche für meine 10Völker zu hoch. Die Wirkung einer thermischen Behandlung werden ja auch stark bezweifelt. So viele BW waren es nicht, eine Königin ist mir entwischt, einige wenig?? und ein paar waren schon voll ausgebaut.
MfG liwal
 

Chrigel

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Du könntest den Absperrbereich durch einen senkrechten STEG auf einen Viertel verkleinern. Oder du spielst mit einem STEG und bildest verschieden grosse Absperrbereiche. So wirst du sehen, dass es keine ganze Wabe sein muss.
Hier scheiden sich übrigens das erste Mal die Geister - Imker tut sich schwer mit einem kleinen Absperrbereich.
Mein Absperrbereich misst rund 12 X 15 cm. Ein solches Wabenstück fällt nicht ins Gewicht. Oefters ist es nicht einmal immer ausgebaut (warum weiss ich nicht).

Chrigel
 

Josef Fleischhacker

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ÖBW Halbrähmchen zum internieren der Kö hab ich bereits fertig zugeschnitten, ebenso sind auch schon die exakt dazu passenden ASG fertig, brauch sie also nur noch zusammenbauen. Gäbe es bei diesem Halbrähmchen zusätzlich auch noch Wildbau und dieser mit Honig gefüllt werden so wäre mir dies nur recht.

Noch eine wichtige frage betreffend der Platzierung, ich denke diese sollte am besten als Zentrumswabe gegeben werden, links und rechts davon würde auf völlig harmonische Weise und somit Volksgerecht die Brut auslaufen.

Josef
 

Chrigel

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Das passt bestens.
Ich habe den Käfigrahmen immer zentral ins Brutnest gestellt und die Brut so dazu gruppiert wie du es planst.

Chrigel
 

Josef Fleischhacker

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Mittlerweile wurden auch schon ÖBW Halbrähmchen zum internieren der Kö angefertigt, hier sehen wir einen Schlitz auf der Trägerleiste wo auf praktische Weise ein Anfangssterifen eingeführt werden kann.

Internierungsrähmchen Halbwabe Bild 2.jpg

Hier die Vorderansicht welches sehr genau den Anfangsstreifen zeigt

Internierungsrähmchen Halbwabe Bild 1.jpg

Aus diesem Bild sehen wir einen Größenvergleich zwischen ÖBW Ganz- und ÖBW Halbwabe.

Internierungsrähmchen Größenvergleich.jpg

Josef
 

meikel

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// Hat sich erledigt ich war zu doof zum suchen. Entschuldigung.

Kann es sein dass der Originalbeitrag von 2012 verschwunden ist? Der Link im ersten Posting von diesem Thread funktioniert auch nicht mehr.

Das wäre sehr schade.


me.
 
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