Erfahrungsbericht Wilara Bienenbrotmaschine

Hannes_btree

Mitglied
Registriert
26 März 2016
Beiträge
621
Punkte Reaktionen
7
Ort
AUT/STMK/MURTAL
Imker seit
2013
Heimstand
AUT/Stmk
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Hallo Leute,

habe nun zum ersten mal die Bienenbrotmaschine von Wilara in Litauen probiert.

http://old.wilara.lt/en/329-2240/bee-bread-production-threshing-table-machine-spragilas

Auf der Seite gibt es auch ein Video ab der 2:00 Minute sieht man die Maschine im Einsatz. Die Maschine ist eine relativ kleine aber für den Eigengebrauch mehr als genug!

Meine erste Erfahrung damit:
.) Hat richtig Power das Gerät und zerkleinert sehr schnell, lässt sich damit also sehr schnell arbeiten.
.) Der Einfüllstutzen könnte verbessert werden, da man dort mit der Hand zuhalten muss. Ansonsten kommt da sehr viel rausgeflogen.
.) Allgemein fliegt sehr viel durch die Gegend. Also am besten in einem Raum wo man alles leicht reinigen kann oder draussen!
.) Wildbau Pollenwaben ergeben ein besseres Endergebnis als mit MW.
.) Jungfernwaben mit Bienenbrot ergeben ein besseres Endergebnis als bebrütete Waben mit Bienenbrot.
.) Pollenwaben sollte wirklich ohne Honig sein! Ansonsten klebt das Pollenbrot zusammen.
.) Man kann die oberen Teile des Gerätes recht einfach zerlegen und waschen.
.) Obwohl man die Maschine leicht zerlegen kann, ist das Putzen doch sehr mühsam. In manche Spalten kommt man nur sehr schwer rein.
PS.:
.) Drohnenbrut kann man damit nicht ernten, die Auswurflöcher sind zu klein. Es wird somit auch die Drohnenlarve zerkleinert...

Hier Fotos vom Ergebnis:
http://imgur.com/a/OwtZV

Wie man an den Fotos sieht muss man doch noch recht viel händisch aussortieren. Aber geht es um einiges schneller als jede Zelle einzeln auszuheben.

Wenn das Bienenbrot trocken ist werde ich es mit Honig cremig rühren. Von diesem Honig werde ich dann jeden Tag in der früh zwei Teelöffel essen. Sollte eine kleine Immuntherapie für mich werden, da ich starker Pollen Allergiker bin. Bis dato hab ich über den Winter immer zwei Teelöffel Honig gegessen und dieser Frühjahr war bereits um einiges leichter für mich zu ertragen als ohne diese Honigkur.

Pure Pollen, welche ich auch sammle, kann ich fast nicht verarbeiten ohne Atemschutz. Beim Bienenbrot gibt es anscheinend keine Probleme, kann ich auch als purer essen.

Cheers
Hannes
 

WalterRojky

Mitglied
Registriert
8 März 2008
Beiträge
1.404
Punkte Reaktionen
0
Alter
75
Ort
Fischamend
Imker seit
1989
Heimstand
mehrere Heimstände
Wanderimker
Umgebung
Rähmchenmaß/Wabengröße
österr. Breitwabe
Schwarmverhinderung wie
Königinnenableger
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Hallo Hannes
Hätte dazu eine Frage: Warum soll das Bienenbrot getrocknet werden?
Ernte schon mehrere Jahre Bienenbrot als Fernseharbeit im Winter. Allerdings nicht mit dem Pollenheber sondern einfach mit einem kleinen Stanleymesser.
Der Überstnd wird abgeschnitten und danach Zelle für Zelle immer eine Seite des Sechseckes wegschneiden und das Pollenbrot aushebeln. Funktioniert sicher besser und schneller als der Pollenheber. Nur, getrocknet habe ich es noch nie. Es kommt danach in die Tiefkühltruhe und bei Gebrauch wird es mit einer Kaffeemühle gerieben und mit Honig vermischt.
mfg Walter
 

Hannes_btree

Mitglied
Registriert
26 März 2016
Beiträge
621
Punkte Reaktionen
7
Ort
AUT/STMK/MURTAL
Imker seit
2013
Heimstand
AUT/Stmk
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Hallo Walter,

möchte gerne das getrocknete Bienenbrot in Gläser abfüllen und testen wie lange es hält, ggf. auch so verkaufen.

Cheers
Hannes
 
Oben