Brutbild im September

Oberlausitz

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Hallo,

Gerade hab ich mal wieder meine Völker durchgesehen. Dabei fiel mir auf das in allen Völkern keine nennenswerte Brut vorhanden ist. In 2 Völkern sind auf einer Wabe auf beiden Seiten einige wenige Stifte und 2 haben noch einen Rest (Handtellergroß) auslaufende Brut.
Sollte ich etwa sämtliche Königinnen fast zeitgleich verloren haben? Sehr schwer vorstellbar. Machen alle zugleich ne Pause obwohl jetzt Winterbienen erbrütet werden sollten? Oder sind es noch die Nachwirkungen der Varroabehandlung mit Apiguard? Die ist seit 2 Wochen vorbei.Sind die wenigen gefundenen Stifte evt. der Anfang einer neuen Brutperiode ? Was fällt Euch dazu ein?
Ich füttere Zuckerwasser in Futtergläsern immer wenn eins leer ist gibt es nach einem Tag Pause ein neues. Platz zum brüten sowie zum Futtereinlagern wäre bei allen Völkern auch noch vorhanden.
Reinsehen werde ich nächsten Sonntag wieder bis dahin hoffe ich auf viele tip top Tipps. Danke dafür im Voraus.

schöne Grüße von Ronny, der schon etwas beunruhigt ist...
 

nickerlbien

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Der Großteil der Winterbienen wird angeblich Ende August gelegt und schlüpft im September, also wird es nicht so tragisch sein, wenn jetzt nur mehr wenig Brut vorhanden ist.

Gruß Paul
 

Chrigel

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Grafik zur Entwicklung der Winterbienen (ist für mich eine der wichtigsten Untersuchung für die Praxis)
Winterbienen.jpg

Chrigel
 

nickerlbien

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Ist dabei das Schlupfdatum oder das Legedatum gemeint?

Gruß Paul
 

DN-Beute

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Hallo Ronny,
lass die Bienen mal machen, sie wissen schon was sie tun. ;)
Ich habe Unterschiede wie Tag und Nacht.
Von Brutfrei bis hin zu 3 Rähmchen beidseitig gut 75% verdeckelt.
Gruß
Rudi
 

Josef Fleischhacker

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Ronny, wird das Futter zügig abgenommen, die Völker Pollen daherschleppen, das Flugloch ordentlich überwacht wird, sowie auch sonst Ruhe und Ordnung herrscht, so brauchst Dir echt keine Sorgen zu machen.

Ich füttere Zuckerwasser in Futtergläsern immer wenn eins leer ist gibt es nach einem Tag Pause ein neues. Platz zum brüten sowie zum Futtereinlagern wäre bei allen Völkern auch noch vorhanden.

Diese an sich langsame, aber stetige Futtergabe ist ohnehin optimal, auch ich füttere auf diese Weise. Jeweils zwei 1 kg Gläser im Abstand von jeweils zwei Tage mit einer 3 : 2 Mischung wird gegeben.

Josef
 

Oberlausitz

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Na das klingt ja alles gar nicht so schlecht. Und wenn ich Chrigels Graphik richtig verstehe kommt im September nochmal ein Schwung Bienen dazu. Welche dann erst die langlebigsten sind. Ansonsten wird wohl momentan absichtlich die Volksstärke runtergefahren.

Ja Josef das Futter wird zügig abgenommen ca. ein halbes Literglas pro Tag. Aber Pollen wird überhaupt nicht eingetragen. Ordnung und Ruhe herrscht schon und auch die Fluglöcher sind sicher. Hab aber auch nur ein bis zwei Bienenbreiten offen. 3:2 so mische ich das Futter auch.
Da sich mein Puls nun wieder normalen Werten nähert (fallend) kommt mir gleich noch ne Idee: Wäre die Situation mit völliger Brutfreiheit nicht ideal um nochmal mit Milchsäure zu behandeln? Geschleudert wird ja nix mehr.
Eigentlich wollte ich mich da an Rudi halten und die Bienen machen lassen aber so müßte ich gleich morgen nochmal ran. So 5-8 Milben pro Woche fidet man schon noch auf der Windel.

besten Dank für die aufmunternden Worte von Ronny
 

DN-Beute

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In meinen Augen eine Superidee mit der Milchsäure!
Könnte sogar die OS-Behandlung ersparen (?)
Gruß
Rudi
 

nickerlbien

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Das musst du schon selber überlegen.....oder die Grafik genau lesen.

Chrigel

Da ich anscheinend zu dumm zum Grafiklesen bin, wäre ich für eine Erläuterung dankbar.

Gruß Paul
 

Oberlausitz

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Hab ich auch so gedacht Rudi. Mal sehen ob da noch jemand was dazu schreibt.

schönen Gruß Ronny
 

Chrigel

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Das musst du schon selber überlegen.....oder die Grafik genau lesen.

Chrigel

Da ich anscheinend zu dumm zum Grafiklesen bin

Gruß Paul

Lass es gut sein, Paul, denn das wiederum habe ich nicht behauptet.
Die Ordinate bezeichnet den Prozentsatz der überlebenden Bienen, die an ihrem Schlupfdatum erfasst werden können. Die Gruppen zu x Bienen sind oben rechts mit ihrem Schlupfdatum bezeichnet.
So sieht man besipielsweise, dass die am 22.9. geschlüpften Bienen bis anfangs März die höchste Ueberlebensrate haben und schliesslich im Mai die Methusaleme stellten.
Chrigel
 

daniel.84

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Es geht um geschlüpfte Bienen!
Da es gleich nach 100% abwärts geht.

Daniel
 

nickerlbien

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Danke Chrigel
Bin nicht beleidigt, nur manchmal stehe ich auf der Leitung!!!!
Nun kann ich mit der Grafik was anfangen.
Daraus kann man ersehen wann die Königin in ihrer Legetätigkeit gefördert werden muss, bzw. das man aufpassen muss der Königin Ende August Anfang September genug Platz zum Legen lassen. (Auffüttern)

Gruß Paul
 

Beehouser

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Lass es gut sein, Paul, denn das wiederum habe ich nicht behauptet.
Die Ordinate bezeichnet den Prozentsatz der überlebenden Bienen, die an ihrem Schlupfdatum erfasst werden können. Die Gruppen zu x Bienen sind oben rechts mit ihrem Schlupfdatum bezeichnet.
So sieht man besipielsweise, dass die am 22.9. geschlüpften Bienen bis anfangs März die höchste Ueberlebensrate haben und schliesslich im Mai die Methusaleme stellten.
Chrigel

Also ist zu interpretieren, daß derzeit lebende Bienen vor 2-3 Wochen geschlüpft sind und somit nur bis Ende Februar überleben werden. Andersherum ist die Brut, die derzeit verdeckelt (Schlupf 25.9.) wird, die langlebigste und sollte möglichst nicht Virengeschädigt werden, ansonsten ist im März eine Überraschung in der Beute.
 

Chrigel

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Da müssten doch die schlüpfenden Bienen jeder Serie mit einer bestimmten Farge markiert werden, um dann zu erkennen, wer davon noch 3, 4 oder gar 5 Monate später noch in der Beute ist.

Hier in der Provence stellen wir uns immer die Frage, ob es wirklich eine sogenannte Winterbiene bei uns gibt?!

Ich weiss, Franz, dass du eher der Mann fürs Grobe, Handfeste bist und mit wissenschaftlicher Kleinarbeit wohl eher weniger vertraut bist - aber der Ablauf dieser Untersuchung war genau so wie du ihn dir eher nicht vorstellen kannst.
Wer schon in wissenschaftlichen Projekten mitgearbeitet hat weiss, dass minutiöse Kleinarbeit zum Werkzeug des Naturwissenschafters gehört - markieren, auszählen, aussortieren, wiederholen, wiederholen.... bis es eben nichts mehr zum Wiederholen gibt. Spannend wird es schliesslich erst bei der Auswertung der Datenflut und den Schlüssen, die daraus gezogen werden können. Die erwähnte Grafik ist das Ergebnis der Erforschung des Massenwechsels im Bienenvolk, die in der CH Forschungsanstalt über Jahre getätigt wurde. Diese Arbeiten sind mir sehr vertraut, da ich die Forscher teilweise persönlich kannte.
Diese Arbeiten umfassten Untersuchungen, die gleichzeitig in Lunz, Oberursel und Liebefeld durchgeführt wurden. Sie beziehen sich auf Bienenvölker, die nördlich der Alpen gehalten werden und eine (bislang) deutliche Brutpause im Winter einlegten. Damit grenzen sie sich möglicherweise von deinen Erfahrungen in Südfrankreich ab.

Chrigel
 

Chrigel

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Bumble Bee

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Interessante Grafik, mich würde mal interessieren ob es auch neuere Untersuchungen zu dem Thema gibt, ob das immer noch so ist, vielleicht auch aus Gebieten weiter Nördlich. Mein persönlicher Eindruck ist das es bei uns später von statten geht. Das ist aber ein reiner Eindruck, ohne das ich es in irgendeiner Weise belegen könnte. Solange ich das Forum hier lese habe ich oft den Eindruck das wir hier im Norden immer min. 2 -3 Wochen später sind. Die Winter sind milder, aber der Frühling kommt meist später, und alles andere auch.
 

Chrigel

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Interessante Grafik, mich würde mal interessieren ob es auch neuere Untersuchungen zu dem Thema gibt, ob das immer noch so ist, vielleicht auch aus Gebieten weiter Nördlich. .

Es ist nicht anzunehmen, dass dieser enorme Aufwand noch einmal geleistet wird. Die Thematik ist bei den heutigen gravierenden Problemen der Imkerei von untergeordneter Bedeutung. Und so nebenbei bemerkt, die breite Imkerschaft zeichnet sich auch nicht dadurch aus, aus solchen Forschungen die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, evt. ihre überholten Kenntnisse zu korrigieren und die Betriebsweise anzupassen.
Man muss schon recht angefressen sein, wenn man sich die 40seitige Zusammenfassung gewissenhaft vornimmt.

In diesen Zusammenhang gehört übrigens auch die folgende Abhandlung der CH Bienenforscher. Für die praktische Imkerei noch von entscheidenderer Bedeutung.
Man überlege sich die Zusammenhänge in Bezug auf lange Brutfreiheit, Umweiselung, Weisellosigkeit oder Absperren der Königin in der Varroa-Bekämpfung und deshalb durchaus zum Thema passend.

http://www.agroscope.admin.ch/publikationen/einzelpublikation/index.html?aid=30352&lang=de&pid=30173



Chrigel
 
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