Bestandteil des Zelldeckels

Kap Horn

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Hej

Nach drei? vier? Jahren im Forum starte ich tatsächlich ein neues Thema!

Der Grund dazu?
Ganz einfach, hier kann man vom hundertsten ins tausendste kommen...was ja bekanntlich leicht passiert.
Es gibt kein Thema, keinen roten Faden sondern das was mir oder Dir gerade einfällt oder wundert passt hier!
Tue ich vor allem mir zu liebe, denn dann kann ich ohne lange rumzusuchen wenn ich eine Frage (oder wie ich meine eine Antwort habe) hier schreiben wenn ich den Eindruck habe es passt sonst nicht so richtig gut!
Und das selbst ohne Uebergang.
Oder wie die Berliner sagen: "Frei Schnauze"!

---

Und ich hab direkt mal eine Frage: in meiner Einfalt dachte ich dass die Puppen einen Wachsdeckel auf der Zelle haben aber das war wohl verkehrt wie ich durch Leif erfahren habe.
Kurze Recherche hat mir nur das Wort "Wachskokondeckel" beschert und damit kann ich wenig anfangen.

Meine Frage hängt auch mit AS und OS zusammen. Die eine Säure sagt man geht durch den "Wachsdeckel" der Puppe, die andere eben nicht.

Wie sind die Puppen denn nun verdeckelt?
 

WalterRojky

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AW: Kap Horns Simmelsammelsorium

Hallo Manfred
Die Verdeckelung besteht aus luftdurchlässigem Wachs. Dadurch die Ameisensäure sehr scharf ist, kommt sie, genauso wie die Luft durch die Wachsdeckel. Oxalsäure (Flüssigphase oder Sublimationsprodukt) ist weit weniger scharf, daher wirkt es nicht durch den Wachsdeckel. Bei Bedampfung kristallisiert die OS an allen Teilen im Volk und in der Flüssigphase wird es durch die Bienen im Stock verteilt.
mfg Walter
 

Chrigel

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Es gibt zwei Schichten
Die äussere Schicht ist die Wachsschicht, die die Bienen auftragen.
Die innere Schicht ist ein feines Gespinst, das die Strecklarve spinnt. Da die Zellwände als feste Hülle dienen, ist dieses Gespinst allerdings weniger dick als das einer Seidenraupe.

Gase diffundieren durch beide Schichten. Deshalb wird der Ameisensäure auch die Wirkung in die verdeckelte Brut attestiert.

Chrigel
 

Milbi

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Chrigel hat vollkommen recht
Wenn man einen Zelldeckel präpariert und unter ein Mikroskop legt, sieht man wunderbar die feinen Gespinste.
 

Kap Horn

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Hallo Manfred
Die Verdeckelung besteht aus luftdurchlässigem Wachs. Dadurch die Ameisensäure sehr scharf ist, kommt sie, genauso wie die Luft durch die Wachsdeckel. Oxalsäure (Flüssigphase oder Sublimationsprodukt) ist weit weniger scharf, daher wirkt es nicht durch den Wachsdeckel. Bei Bedampfung kristallisiert die OS an allen Teilen im Volk und in der Flüssigphase wird es durch die Bienen im Stock verteilt.
mfg Walter

Ja, und dazu kann ich eine andere Beobachtung folgen lassen:
Drei mal sublimiert im Abstand von einer Woche und heute, 10 Tage nach der letzten Behandlung fallen noch immer Milben und wenn ich das Bodenbrett richtig deute, dann fallen sie nur aus den Wabengassen wo die neuen Bienen schlüpfen, denn da liegen Milben, Wachs und (wie eben gelernt) auch Kokonreste "auf Reihe".
 

Kap Horn

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Hej

Mein Gedanke: bei der Honigzelle wird ein Deckel aus dem sehr beständigen Wachs drauf gelegt das auf tausende von Jahren dicht machen kann, bei der Brut hingegen eine feine Membran, und wenn man wirklich nachdenkt, so ist das ja (bio)-logisch.
Beim Honig ist es eben "nur" Vorrat, bei der Brut ist es Leben und da gelten ganz andere Kriterien.

Bin einen Schritt weitergekommen in meinem Verständnis für die Bienen.
 
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